Verkehr: Robo-Taxi gegen den Stau

Verkehr: Robo-Taxi gegen den Stau

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Mit neuen Technologien den Smog lichten - darauf hoffen Megastädte wie Malaysia

von Andreas Menn, Alexander Busch und Matthias Kamp

Automatisierte Verkehrsmittel bringen uns schneller, sparsamer und bequemer ans Ziel. Mit welchen Konzepten Forscher den Stau besiegen wollen.

In der Vorstellung von Forschern sehen die Straßen vieler Metropolen in ein paar Jahren völlig anders aus: In Zukunft, so glauben sie, werde es keine festen Wege mehr für Autos, Radfahrer und Fußgänger geben, weil sich alle Verkehrsteilnehmer den Platz flexibel teilen. In den Straßen eingelassene Leuchtdioden passen die Flächen nach Bedarf flexibel an. Stauen sich die Autos im Berufsverkehr, werden die Gehwege verkleinert – umgekehrt, wenn abends die Menschen aus dem Theater gen U-Bahn strömen.

Ein besonders spektakuläres Konzept dafür hat der dänische Architekt Andreas Klok Pedersen entwickelt: Er schlägt vor, die verkehrsleitenden Leuchtdioden in eine gläserne Oberfläche einzulassen. Der Glasboden, der sich über Fotovoltaikmodule mit Strom versorgt, erkennt jeden Fußgänger und markiert ihn mit Lichtkreisen, damit Radfahrer gewarnt sind. Autos kündigt der Boden mit blauen Lichtpfeilen an. Per Autopilot steuern die Fahrzeuge automatisch an Hindernissen vorbei.

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Fahrerlose Autos

Plasti-City nennt Architekt Pedersen seine Vision. Sie erscheint kühn und verknüpft doch nur Techniken, die längst erprobt werden: So wächst weltweit die Zahl der Städte, die mit Shared Spaces, also Straßen ohne Begrenzungen und Verkehrsschilder, experimentieren. Auch fahrerlose Autos steuern bereits unfallfrei durch die Stadt, wie Tests in Berlin gezeigt haben. Leuchtende Solarstraßen wiederum werden vom Startup Solar Roadways in den USA getestet – und mit Sensoren, die jeden Winkel der Stadt erfassen, berechnet London, wie viel City-Maut zu zahlen ist.

Absurder als die Visionen ist eh die Gegenwart: São Paulos jüngster Rekordstau war 293 Kilometer lang, trotz zehnspuriger Straßen. Zwei Millionen Städter weltweit sterben verfrüht an Gift in der Luft. Auf der indonesischen Insel Java kamen zuletzt an einem einzigen Wochenende 378 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Die autogerechte Stadt hat ihre Grenzen erreicht. Es muss gelingen, auf gleichem Raum mehr Menschen zu transportieren – schneller und komfortabler als heute.

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