Verschmutzung der Meere: EU plädiert für drastisch weniger Plastikmüll

ThemaUmweltschutz

Verschmutzung der Meere: EU plädiert für drastisch weniger Plastikmüll

Bild vergrößern

Rund zehn Millionen Tonnen Müll gelangen nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) pro Jahr in die Weltmeere, drei Viertel davon ist Plastik.

Das EU-Parlament will die Kunststoffabfälle in der EU drastisch verringern. Besonders gefährliche und gesundheitsschädliche Kunststoffe sollten spätestens bis 2020 völlig verboten werden.

Das EU-Parlament will die Plastik- und Kunststoffabfälle in der EU drastisch verringern. Deshalb sprach sich das Parlament in einem Bericht dafür aus, Kunststoffe, die Schwermetalle und andere Stoffe enthalten, schrittweise vom Markt zu nehmen oder noch vor 2020 ganz zu verbieten. Solche Stoffe sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge am schädlichsten für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

Dabei handelt es sich um eine Stellungnahme zum Grünbuch der EU-Kommission, nicht um einen rechtlich verbindlichen Text. Ein Gesetzesentwurf zu dem Thema ist in Arbeit. Die SPD-Europaabgeordnete Jutta Haug verwies auf die gefährlichen Auswirkungen von Plastik auf Meerestiere. Über die Nahrungskette gefährdeten die Schadstoffe auch die menschliche Gesundheit. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Rebecca Harms, sagte: „Das Parlament hat deutlich gemacht, dass dringend mehr unternommen werden muss, um die Plastikmüllflut in den Griff zu bekommen.“

Anzeige

Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), unterstützt das Votum des Parlaments: "Europäische Vorgaben zu Design, Zusammensetzung und Verwertung von Kunststoffabfällen können einen großen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten." Insbesondere fordert der VKU, das in Europa bereits bestehende Deponierungsverbot unvorbehandelter, recyclingfähiger und energetisch verwertbarer Abfälle konsequent durchzusetzen, weil sich daraus große Einsparpotenziale für Treibhausgase ergeben. Auch die Regelungen zum Ökodesign von Produkten sollten mit aller Kraft voran gebracht werden.

Weitere Artikel

Auch soll die Entwicklung eines Marktes für wiederverwendbare und recycelte Materialien gefördert, neue Rechtsvorschriften und klare Ziele für die Sammlung und Sortierung von Kunstoffen geschaffen sowie verbindliche Kriterien für die Recyclingfähigkeit von Plastikmüll festgelegt werden. Im Bericht wird ebenso eine EU-weite Harmonisierung der Kriterien für die Sammlung, Sortierung und im Allgemeinen für die Abfallbewirtschaftung gefordert, um gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, die mit der Abfallhierarchie im Einklang stehen.

Im Jahr 2010 wurden 95,5 Milliarden Plastiktüten in der EU ausgegeben. In der Branche sind 1,5 Millionen Arbeitnehmer in Europa beschäftigt. Die weltweite Produktion von Plastik könnte sich nach Angaben der Kommission bis 2050 verdreifachen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%