Viele Schuhe betroffen: Schadstoffe in Outdoor-Produkten

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Viele Schuhe betroffen: Schadstoffe in Outdoor-Produkten

Immer wieder warnen Verbraucherschützer vor Outdoor-Produkten, weil sie Schadstoffe enthalten. Nun trifft es Schuhe, insbesondere Modelle zum Klettern und Bergsteigen.

Die meisten Outdoor-Produkte enthalten Giftstoffe - völlig freie Bekleidung oder Schuhe gibt es meist aufgrund von verschiedenen Produktionsschritten im In- und Ausland nicht. Aber das Risiko kann reduziert werden. "Komplett giftfreie Bergschuhe gibt es nicht. Wenn man Schuhe oder Bekleidung mit pharmazeutisch reinen Chemikalien herstellen würde, dann wären die Schuhe nur zu Medikamentenpreisen erhältlich. Dann würde ein T-Shirt 1000 Euro kosten, sagt Peter Waeber, CEO der Firma Bluesign Technologies in St. Gallen gegenüber "Sueddeutsche.de". Man müsse Test, die regelmäßig aufsehen erreichen, kritischen betrachten, aber nicht in Hysterie verfallen. Schadstofffreie Produkte könnten nicht produziert werden, sondern nur schadstoffarme: Krebserregende oder toxische Stoffe gehören zwar in kein Produkt, seien aber letztlich schwer zu eliminieren, sagt er gegen über der Nachrichtenseite.

Schon mehrfach war bekannt geworden, dass etwa wetterfeste Markenkleidung von The North Face, Patagonia, Adidas und Salewa Chemikalien ausdünsten. Zwei unabhängige Labore haben im Auftrag von Greenpeace 17 Outdoor-Artikel auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und andere Schadstoffe geprüft (zur Studie). In allen Proben wurden PFC nachgewiesen. „Die Outdoor-Branche wirbt nach wie vor mit unberührter Natur. Aber ihre Kleidung enthält Schadstoffe, die sich inzwischen rund um den Globus nachweisen lassen. Das ist vor allem ein Problem in den Produktionsländern. Aber auch bei uns finden wir PFC in der Umwelt, im Trinkwasser und im menschlichen Blut“, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.

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Viele Schuhe werden etwa in Fernost hergestellt, wo manchmal auch aus Unwissenheit mit Giftstoffen hantiert werde, die von den Fabriken direkt ins Abwasser gelangen - entsprechende gesetzliche Regelungen gelten zum Beispiel in Bangladesch, Kambodscha und Pakistan nicht oder werden zumindest nicht umgesetzt. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kennt die Probleme und warnt vor schädlichen Substanzen wie Perfluoroctansäure (PFOA) in Schuhen. Das ist als Hilfsstoff notwendig für die Herstellung atmungsaktiver Membranen - lässt sich aber in der Umwelt nicht abbauen. Deshalb wird versucht, die Produktionsprozesse so umzustellen, dass der Stoff überflüssig wird.

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