Wetterkapriolen: Warme Temperaturen plagen Allergiker

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Wetterkapriolen: Warme Temperaturen plagen Allergiker

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Hatschi - der milde Winter kommt Heuschnupfenkranke teuer zu stehen.

Während schwere Schneestürme für Chaos und Todesopfer in den USA sorgen, hat in Deutschland gefühlt bereits der Frühling begonnen. Das bringt Allergikerin ungewohnt früh Beschwerden: Erste Pollen fliegen bereits.

Die Augen jucken, die Nase läuft, ein Niesanfall jagt den nächsten: 12 bis 16 Millionen Pollenallergiker gibt es bundesweit, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Allergologie. Während sich manch einer über den milden Winter freuen mag, leiden Allergiker noch früher als sonst. Denn schon lange vor Frühlingsanfang machen sich die Pollen auf den Weg in die Atemwege und reizen, was das Zeug hält. Vor allem, wer auf Hasel- und Erlenpollen allergisch reagiert, hat zu kämpfen. Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) machten sich die Frühstarter besonders zeitig auf den Weg. Bereits im November und Dezember hätten sich auffallend viele Menschen mit Beschwerden gemeldet. Normalerweise dauert die Pollensaison in Deutschland von Januar bis September.

Schuld ist das milde Wetter - und da ist auch keine Besserung in Sicht. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Offenbach bleibt es auch die nächsten Tage regnerisch und mild, die neue Woche startet mit Temperaturen zwischen 6 und 11 Grad Celsius. Aktuell liegen die Belastungen bei Hasel- und Erlenpollen vielerorts in Deutschland schon im mittelschweren Bereich, dies bedeutet eine Pollenkonzentration im Tagesmittelwert von 11 bis 100 Pollen pro Kubikmeter Luft. Regional kann das sehr stark schwanken.

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Abgesehen von der aktuell milden Witterung durch mehrere Tiefdruckgebiete über dem Atlantik, die auch für die verheerende Kältewelle in den USA verantwortlich sind, sei schon seit Längerem zu beobachten, dass der Pollenflug und auch die Allergie-Beschwerden Jahr für Jahr früher einsetzten, so der DAAB. Verschiedene Ursachen kommen in Frage, etwa ob die Beschwerden auch von neuen Pollenarten ausgelöst werden oder ob Kreuzreaktionen unter verschiedenen Pollen eine Rolle spielen. Zudem könnten hohe Ozonwerte in der Luft sowohl den Gehalt an Allergenen (das sind die Substanzen, die die Überempfindlichkeitsreaktionen im Immunsystem auslösen) als auch die Allergenität von Pflanzen erhöhen. Auch der Kontakt mit Feinstaub kann laut DAAB bei Pollen ein höheres Allergiepotenzial entwickeln. So wiesen etwa Birken, die an befahrenen Straßen standen, in Studien im Schnitt dreimal so viele Pollenallergene auf wie Birken an verkehrsarmen Standorten.

Wie Studien zeigen, spielt auch der Klimawandel eine Rolle: Durch die globale Erwärmung kommt es zu verlängerten Pollenflugzeiten. Die Hoffnung manchen Allergikers, durch das frühe Einsetzen des Pollenflugs könnte das Leiden wenigstens auch früh wieder vorbei sein, zerschlägt sich also.

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