Umweltschutz: Licht aus für 75-Watt-Birnen

Umweltschutz: Licht aus für 75-Watt-Birnen

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ILLUSTRATION - Die Kombo zeigt eine leuchtende und eine dunkle Glühbirne, aufgenommen am Dienstag (31.08.2010) in Schwerin. Ein Jahr nach der 100-Watt-Birne verschwinden nun auch die Glühlampen mit einer Leistung von 75 Watt aus dem Handel. Für sie gilt ab dem 1. September in der gesamten EU ein Herstellungs- und Vertriebsverbot. Foto: Jens Büttner dpa/lmv (c) dpa - Bildfunk

Stromfresser verboten: Glühbirnen, die mehr als 60 Watt Strom verbrauchen, dürfen ab heute nicht mehr verkauft werden. Die energiesparenden Alternativen sind für viel Verbraucher allerdings immer noch böhmische Dörfer.

Sie spenden ein warmes, gelbes Licht, sie sind billig, und im Restmüll richten sie keinen Schaden an – aber sie fressen Unmengen Strom. Deshalb verabschiedet sich Deutschland heute von den 75-Watt-Glühbirnen und gleichzeitig von der Watt-Skala.

Vor einem Jahr verschwanden schon die 100-Watt-Birnen. Die zweite Stufe der europäischen Glühlampen-Verordnung verbannt jetzt die etwas sparsamere Variante aus den Läden. Im Vergleich zu den „Kompaktleuchtstofflampen“, wie die Energiesparlampen eigentlich heißen, sind die 75-Watt-Birnen aber immer noch eine Umweltsünde: Die Energiesparlampen produzieren kaum Wärme und kommen daher mit nur 11 Watt Leistungsaufnahme aus. Im Herbst 2011 werden die 60-Watt-Birne aus den Regalen verbannt, bis Herbst 2012 will die EU die alten Glühlampen komplett vom Markt nehmen.

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Wer überall im Haus Energiesparlampen installiert, hat eine niedrigere Stromrechnung. Das Umweltbundesamt rechnet vor, dass die Stromkosten bei 10.000 Betriebsstunden um 49 bis 177 Euro sinken, wenn eine alte Glühbirne gegen eine gleich helle und hochwertige Energiesparlampe ausgetauscht wird. Doch auf der anderen Seite sind die Sparlampen in der Anschaffung teurer als Glühlampen. Laut Stiftung Warentest kosten Energiesparlampen zwischen 1,50 Euro und 18,20 Euro. Dafür haben sie eine höhere Lebensdauer als die alten Glühbirnen.

Energiesparlampen bereiten Umweltprobleme

Auch die Entsorgung ist ein Problem: Die Lampen enthalten einige Milligramm giftiges Quecksilber und dürfen daher nicht in den Restmüll. So kommt es, dass etwas so Alltägliches wie Lampen nur auf dem Wertstoffhof entsorgt werden kann. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fordert von den Händlern, in ihren Läden Sammelboxen ähnlich denen für Batterien aufzustellen.

Bis jetzt gibt es diese nur in zehn Prozent der Läden, die die Verbraucherzentrale getestet hat. In manchen Geschäften gaben Mitarbeiter sogar die Auskunft, sie würden Energiesparlampen zwar zurücknehmen, sie aber in den Restmüll werfen. Auch der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich eingeschaltet: Händler sollen verpflichtet sein, die ausgedienten Lampen kostenlos zurückzunehmen und entsprechend zu recyceln.

Die Kompaktleuchtstofflampen sind aber nicht der einzige Ersatz für die klassischen Glühbirnen. In den Baumärkten hängen auch Glühbirnen mit Halogen-Technologie und Lampen mit Leuchtdioden (LED). Viele Käufer verunsichern die verschiedenen Produkte und unterschiedlichen Leistungen. Daher soll die altgediente Leistungsskala „Watt“ auf den neuen Produkten durch die Einheit „Lumen“ (kurz: lm) ersetzt werden. Je mehr Lumen, desto heller strahlt die Birne. Außerdem sollen die Packungen über Aufwärmzeit und Farbe der Lampen informieren.

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