US-Raumsonde „Phoenix“: Deutsche Kamera sendet erste Bilder vom Mars

US-Raumsonde „Phoenix“: Deutsche Kamera sendet erste Bilder vom Mars

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Eines der ersten Farbbilder vom Roten Planeten, die die Phoenix-Raumsonde an die Erde funkte

Nach einer anfänglichen Kommunikationspanne hat die US-Raumsonde „Phoenix“ auf dem Mars ihren Roboterarm vollständig entfaltet.

Die auf dem Arm montierte deutsche Spezialkamera lieferte erste Bilder, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im südniedersächsischen Katlenburg-Lindau berichtete. An dem Institut war das Präzisionsinstrument entwickelt worden, das bei der Analyse von Bodenproben auf dem Roten Planeten helfen soll.

Die Kamera funktioniere einwandfrei, berichtete das Institut. Ihre ersten Aufnahmen zeigen die leere Baggerschaufel des Roboterarms. Zugleich schickte „Phoenix“ weitere Bilder der Marslandschaft seiner Umgebung zur Erde.

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„Wir sind sehr froh, dass unsere Kamera den Flug und die Landung gut überstanden hat“, sagte Entwicklungsleiter Horst Uwe Keller. Inzwischen habe die Kamera einen Blick unter die Sonde geworfen, um die Position der Landefüße zu dokumentieren. In einigen Tagen solle sie dann beobachten, wie sich die Schaufel am Ende des Roboterarms in den Marsboden gräbt.

Die Forscher suchen nach gefrorenem Wasser und organischen Spuren darin. Sie wollen dadurch klären, ob es jemals Leben auf dem Roten Planeten gegeben hat.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA kündigte an, nach Tests solle der 2,3 Meter lange Arm in den nächsten Tagen damit beginnen, Bodenproben des Roten Planeten zu sammeln. Zunächst war es am Dienstag - zwei Tage nach der Landung - wegen eines Kommunikationsproblems nicht gelungen, den Arm in Bewegung zu setzen. „Phoenix“-Projektchef Barry Goldstein zeigte sich jedoch optimistisch.

Die „Grabungsarbeiten“ sollen etwa drei Monate dauern. Die Bodenproben werden in einem Spezialofen der Sonde erhitzt und dann in einem Bordlabor untersucht. Geologische Formationen deuten darauf hin, dass der Mars einst von Flüssen durchzogen war. Nach Angaben von MPS-Forscher Walter Goetz gibt es Hinweise, dass in den polaren Regionen als Überbleibsel dieser Ströme noch heute Eis existiert. Eine neue, im US-Fachjournal „Science“ veröffentlichte Analyse gibt der Suche nach Lebensspuren auf dem Mars allerdings wenig Chancen.

Der Rote Planet war dieser Einschätzung zufolge wahrscheinlich schon immer viel zu salzig für die Entstehung von Leben. Es sei zwar mittlerweile unbestritten, dass es auf dem Mars einmal flüssiges Wasser gegeben habe. Dabei habe es sich aber vermutlich um eine dicke Salzlake gehandelt, in der kein uns bekanntes Leben entstehen könne, schließen die Forscher der Harvard- Universität aus der Analyse von vier Milliarden Jahre altem Marsgestein.

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