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Valley Talk: Apple knausert bei der Forschung

von Matthias Hohensee

Der Computerkonzern Apple gilt als das innovativste Unternehmen der Welt – trotz mickrigen Forschungsbudgets.

Apple-Handy Quelle: dpa
Bei Apple muss die Balance zwischen Jobs' Vermächtnis und den Herausforderungen der Zukunft gefunden werden. Quelle: dpa

Die Trauer um Steve Jobs ist im Silicon Valley knapp vier Wochen nach dem Tod des Apple-Gründers noch immer allgegenwärtig. Weiterhin pilgern Fans und Neugierige zu seinem für hiesige Verhältnisse bescheidenen Wohnhaus in Palo Alto oder suchen im Alta-Mesa-Gedenkpark in den Hügeln vor der Stadt nach seiner letzten Ruhestätte. Die vielen Nachrufe auf die Silicon-Valley-Legende und die Debatte über seine erste autorisierte Biografie, die vor wenigen Tagen erschienen ist, haben mittlerweile jedoch den Charakter eines Personenkults angenommen.

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Keine Frage: Steve Jobs war ein Genie mit ausgeprägtem Gespür dafür, Millionen von Konsumenten mit immer neuen Geräten zu beglücken. Doch das gelang ihm nur, weil er zugleich Talente um sich scharte, die bis an den Rand der Selbstaufgabe seine – oder die sich von ihm zu eigenen gemachten – Ideen umsetzten.

Doch Personenkult ist gefährlich. Das weiß auch Jobs’ Nachfolger Tim Cook. Nicht umsonst ermahnte der neue Apple-Konzernchef auf einer Gedenkveranstaltung für den verstorbenen Unternehmensgründer seine Mitarbeiter, nicht bei allen Entscheidungen zunächst zu debattieren, wie Jobs sich wohl verhalten hätte. „Das wollte Steve auf keinen Fall“, sagte Cook. „Das hat er mir gesagt.“

Der Apple-Gründer wollte vermeiden, was bei Disney geschehen war. Nach dem Tod von Walt Disney setzte eine endlose Diskussion um die reine Lehre des Firmenpatriarchen ein, die den Medienkonzern lähmte. Cook muss nun die richtige Balance zwischen Jobs’ Vermächtnis und den Herausforderungen der Zukunft finden.

Das wird nicht leicht. So ließe sich beispielsweise Jobs so interpretieren, dass man für Forschung und Entwicklung möglichst wenig Geld ausgeben muss, um als besonders innovativ zu gelten.

Das legt zumindest eine aktuelle Studie von Booz & Co. nahe. Die Unternehmensberatung analysiert jährlich, was die 1000 größten börsennotierten Konzerne für Forschung und Entwicklung ausgeben. 550 Milliarden Dollar waren das im vergangenen Jahr. Wovon über ein Drittel in den boomenden Computer- und Softwaresektor floss, gefolgt von Pharma mit 22 Prozent und der Fahrzeugbranche mit 15 Prozent.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 05.11.2011, 18:37 UhrAnonymer Benutzer: Christine

    Jaja - Feuerchen. Die Dinger heißen ja nicht umsonst "I" wie Idioten-Pad, Idioten-Phone, Idioten-Pod.

  • 04.11.2011, 21:04 UhrAnonymer Benutzer: MatthiasHohensee

    Ich liebe diese anonymen Kommentare.
    Die "geistige underperformance" wuerde ich lieber bei Dir suchen, Stefan. Nur als Hinweis: Google gab 2010 3,7 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aus.

  • 04.11.2011, 13:06 UhrAnonymer Benutzer: Stefan

    Wenn solch wirre Artikeln, die prozentuale Anteile mit absoluten Vergleichen, wenn's denn nur besser in die "Argumentation" passt (Apple relativ zu Umsatz vs. Samsung absolut (Samsung relativ zum Umsatz vergleichbar gering)) verschiedene Größenordnungen wahllos vergleicht (absolute Investition bei Apple für R&D DEUTLICH größer als bei Google) und relevante Dinge einfach unterschlägt (Samsungs R&D Budget verteilt sich auf WESENTLICH mehr Produkte als bei Apple) in seriösen Wirtschaftsmagazinen erscheinen kann ich nur hoffen, dass der Redakteur ein Praktikant ist, der hoffentlich nach dem 1. Semester aus dem Wirtschaftsstudium fliegt. Ansonsten scheint das Klischee von weit verbreiteter geistiger "underperformance" von in diesem Bereich wohl doch nicht so weit hergeholt.

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