Valley Talk: Der Tag, an dem Gapple kam

Valley Talk: Der Tag, an dem Gapple kam

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Matthias Hohensee berichtet für die WirtschaftsWoche aus dem Silicon Valley

Gehen Apple und Google zusammen, wie spekuliert wird?

Seit sich Steve Jobs vor vier Jahren einer Krebsoperation unterziehen musste, reißen die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Apple-Chefs nicht ab. Ein Ausscheiden des Gründers würde die Aktie des Computerkonzerns nach Meinung von Marktbeobachtern mit einem Schlag um mindestens zehn Prozent verbilligen. Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg im August versehentlich einen Nachruf auf den Apple-Gründer veröffentlicht hatte, reagierte Jobs mit einem Zitat des Schriftstellers Mark Twain: „Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben.“ Doch sie wabern weiter. Als jüngst ein angeblicher Leserreporter auf einer dem Nachrichtensender CNN gehörenden Web-Seite von einer vermeintlichen Herzattacke Jobs berichtete, stürzte der Kurs der Apple-Aktie kurz darauf um mehrere Prozentpunkte ab.

Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, sollte Apple am besten schon jetzt einen überzeugenden Nachfolger aufbauen. Viel wahrscheinlicher als sein Tod im Amt ist, dass Jobs sich zurückzieht, um sich intensiver um Frau und Kinder kümmern zu können. Am höchsten werden derzeit die Apple-Manager Tim Cook oder Tony Fadell als mögliche Nachfolger gehandelt.

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Vielleicht kommt es aber auch ganz anders. Seit Kurzem wird ein Szenario diskutiert, das zunächst abenteuerlich klingt. Was wäre, wenn Apple und Google zusammengingen und der nächste Apple-Chef der jetzige Google-CEO Eric Schmidt wäre? Im Aufsichtsrat von Apple sitzt er schon.

Als Indiz, dass es so kommen könnte, führen die Auguren die Vermarktungsstrategie für Apples iPod an. Das Musikabspielgerät bringt deshalb so viel Gewinn, weil das Unternehmen die Lieder über seinen iTunes-Laden gleich mitverkauft und jeder mit dem System gut zurechtkommt. Marktexperten sehen in dem Zusammenwachsen von Hardware und Online-Diensten die Zukunft. Google beherzigt das bei seinem gerade vorgestellten ersten Mobiltelefon bereits und hat in dem Gerät viele Online-Angebote integriert. Apple fehlt eine Internet-Präsenz wie Google sie hat. Und der Suchmaschinen-Gigant wiederum sucht Wachstumsmärkte jenseits seiner Internet-Angebote. Warum also nicht die Stärken beider bündeln?

Sicher: Jedes Unternehmen kann weiter für sich bestehen. Für Google gibt es in der Online-Werbung ausreichend Wachstumspotenzial; Apple ist bis heute auch ohne Suchmaschine und Werbeeinnahmen klargekommen. Aber vereint würden sie für Microsoft zu einem Konkurrenten auf Augenhöhe. Und eines haben die beiden schon jetzt gemeinsam – die Geheimniskrämerei ist bei Google genauso ausgeprägt wie bei Apple.

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