Valley Talk: Hasta la vista, Arnie!

Valley Talk: Hasta la vista, Arnie!

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Matthias Hohensee: Wird das Geld für neue Ideen und Produkte knapp?

von Matthias Hohensee

Schwarzeneggers Nachfolger hat beste Kontakte in die High-Tech-Szene.

Ein halbes Jahr noch, dann ist Kalifornien um eine Attraktion ärmer. Im November endet die Amtszeit von Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Zwar waren seine Umfragewerte zuletzt katastrophal schlecht, wegen der miesen Haushaltslage des Bundesstaates und den daraus folgenden drastischen Sparmaßnahmen, insbesondere im Bildungswesen.

Dennoch war Schwarzenegger als garantierter Publikumsmagnet vor allem im Silicon Valley gern gesehen. Dort traf er regelmäßig mit Wirtschaftsgrößen zusammen, darunter Cisco-Chef John Chambers, HP-CEO Mark Hurd oder Google-Chef Eric Schmidt. Die Wagnisfinanzierer des Valleys rechnen ihm hoch an, dass Schwarzenegger trotz der klammen Haushaltslage generöse Fördermaßnahmen für die noch junge Cleantech-Branche auf den Weg brachte.

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Dabei hatte man den Gouverneur zum Beginn seiner Amtszeit noch argwöhnisch beäugt. High-Tech-Unternehmen fürchteten Nachteile wegen seiner Nähe zur Hollywood-Unterhaltungsbranche. Die streitet seit Jahren mit Vertretern des Silicon Valleys um Einfluss sowie schärfere Regeln zum Kopierschutz von Inhalten. Doch Schwarzenegger hielt sich aus dem Konflikt weitgehend heraus.

Ebay-Ikone will Schwarzenegger beerben

Seine Nachfolger, wer auch immer den Job erhält, werden noch engere Verbindungen zum High-Tech-Tal haben: Für die Demokraten geht Jerry Brown ins Rennen. Der 71-Jährige war in den Siebzigerjahren schon einmal Gouverneur von Kalifornien. Er gilt als engagierter Förderer der aufstrebenden Cleantech-Branche.

Für die Republikaner tritt voraussichtlich eine Internet-Ikone an: Meg Whitman. Sie formte aus dem Startup Ebay einen Weltkonzern und hofft, mit diesen Vorschusslorbeeren und ihrem Milliardenvermögen bei den Wählern punkten zu können.

Doch warum tut sich Whitman das Rennen um den Knochenjob an?

Vielsagend ist eine Anekdote aus ihrer gerade erschienenen Biografie: Ende der Neunzigerjahre war Whitman nebst Ehepartner Griff Harsh, der als Chirurg am Stanford-Hospital arbeitet, zu einem Empfang geladen. Ihr Mann hatte sich verspätet, und Whitman wurde von einem hochrangigen kalifornischen Politiker gefragt, was ihr Mann denn beruflich mache.

Darüber aufgeklärt, fragte dieser vorwurfsvoll in die Runde, seit wann denn Ärzte zu solch wichtigen Veranstaltungen eingeladen würden. Bis ihn jemand informierte, dass Whitman kein Ehepartneranhängsel, sondern Ehrengast des Treffens sei.

Sollte sie das Rennen um den Gouverneursposten gewinnen, muss die resolute Frau solche Fragen nie wieder beantworten. Vielleicht ist das ja Antrieb genug.

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