Valley Talk: Kampf gegen die Pfunde

Valley Talk: Kampf gegen die Pfunde

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Matthias Hohensee: Wird das Geld für neue Ideen und Produkte knapp?

von Matthias Hohensee

Wie ein Ex-Internet-Milliärdär mit Schnellrestaurants sein Glück versucht.

In den Neunzigerjahren war Eric Greenberg eine Größe im Silicon Valley. Damals gründete der gebürtige New Yorker mit Viant und Scient gleich zwei Internet-Agenturen, die Web-Seiten für Kunden entwickelten. Im Rausch des ersten Internet-Booms stellten seine Unternehmen wie wild Mitarbeiter ein und eröffneten Büros auf dem ganzen Globus.

Auf dem Höhepunkt des Internet-Hypes war Greenberg Mitte 30 und dank eines erfolgreichen Börsengangs Milliardär – allerdings vor allem auf dem Papier. Das Platzen der Dotcom-Blase schrumpfte sein Vermögen laut eigenem Bekunden um 90 Prozent.

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Heute gibt sich der 45-Jährige eine Nummer kleiner, auch vom Bauchumfang. Nachdem seine Ärzte dem Liebhaber teurer Weine und opulenter Speisen gesundheitliche Probleme und baldige Diabetes prophezeiten, setzte sich der Unternehmer auf Diät, entdeckte die Freuden des Joggens, die der kalorienarmen Küche und las Studien, wie Nahrungsmittel die Gesundheit beeinflussen.

Gesundes Essen wird zum Megathema

Rund 35 Kilo nahm Greenberg ab und begann dann im Alltagsstress den Kampf, die verlorenen Pfunde nicht wieder zuzulegen. Doch selbst im San Francisco und Silicon Valley, wo es relativ gute Restaurants und Naturkost-Supermärkte gibt, hatte er Probleme, Essen ohne künstliche Geschmacksverstärker zu finden, schon gar nicht frei von Hormonen, Sterioden und Antibiotika.

"Viele meiner Bekannten hatten genau die gleichen Probleme", sagt Greenberg. Und so entdeckte der Ex-Milliardär ganz in Silicon-Valley-Manier eine neue Marktlücke: Statt Web-Programmierern und Internet-Experten stellte er diesmal Köche, Ernährungswissenschaftler und Einkäufer ein, mitunter sogar einige Wissenschaftler der Stanford-Universität waren darunter.

Ihre Aufgabe: Kalorienarme Gerichte zu produzieren, die trotzdem gut schmecken, nicht allzu teuer sind und aus vorwiegend lokaler Produktion stammen. Daraus entstand die Firma Beautifull, ein Wortspiel zwischen Schönsein und vollem Magen. Finanziert wurde Beautifull unter anderem von dem Wagniskapitalgeber Mohr Davidow, eher für Investments in Software- und Biotechnologiefirmen bekannt.

Und wie schon bei seinen Web-Agenturen denkt Greenberg auch diesmal wieder groß. Was 2007 mit einem schlichten Lieferservice begann und derzeit zwei Schnellrestaurants in San Francisco umfasst, soll bis Ende des Jahres bereits zehn Standorte haben und in dieser Dekade die USA erobern.

Greenberg ist sicher, auch diesmal voll im Trend zu liegen: "Essen zum günstigen Preis, das den Körper gesund hält, wird zum Megathema."

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