Valley Talk: Mit Trends clever Millionen scheffeln

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Vom Startup zum begehrten Übernahmekandidaten, aber wie?

Wie mache ich eine Gründung zum begehrten Übernahmekandidaten? Ein Erfolgsduo aus den USA hat den Dreh raus.

David Friend und Jeff Flowers sind Experten im Aufspüren von Markttrends. Sehen sie vielversprechende Geschäftschancen, gründen sie ein Unternehmen – in der Erwartung, es in absehbarer Zeit mit viel Gewinn wieder verkaufen zu können. Fünfmal sind die beiden Amerikaner in den vergangenen 25 Jahren so vorgegangen, viermal mit Erfolg. Das hat sie zu Multimillionären gemacht. Ihr bisheriger Jackpot war der E-Mail- und Faxdienstleister FaxNet Corp, den sie 1999 für 240 Millionen Dollar an das Silicon-Valley-Internet-Unternehmen Critical Path 1999 verkauften.

Danach hätte sich das Duo eigentlich zur Ruhe setzen und Friend sich ganz seiner Passion als Kunstmäzen widmen können. „Aber das Müßigtun ist nichts für mich“, sagt Friend. Und so hat er die Angel erneut ausgeworfen. Köder ist diesmal das Startup Carbonite, das Computernutzern über das Internet beliebig viel Speicherplatz anbietet – für 50 Dollar im Jahr. 26 Millionen Dollar haben Friend und Flowers bei Wagnisfinanzierern im Silicon Valley und Privatinvestoren für die Gründung eingesammelt. Jetzt warten sie auf den großen Investor, der anbeißt.

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Die Idee, Dienste kostenlos oder gegen einen geringen Obolus anzubieten und so Kunden massenhaft auf die eigene Internet-Seite zu locken, ist nicht neu. Prominentes Vorbild ist Google. Bei dem Suchmaschinenbetreiber kann seit April 2004 jeder E-Mails gratis speichern. Derzeit mit bis zu zwei Gigabyte Volumen. Yahoo und Microsoft zogen mit ähnlichen Angeboten nach. Friend und Flowers gehen einen Schritt weiter. „Wir speichern unbegrenzt“, verspricht Friend.

Sobald ein angemeldeter Rechner mit dem Internet verbunden ist, prüft der Service, ob Dateien hinzugekommen sind oder bestehende verändert wurden, und fertigt entsprechende Sicherheitskopien an. Sie liegen verschlüsselt in einem Rechenzentrum in Boston. Übelmeinende Nutzer könnten theoretisch Terabytes an Daten auf den Carbonite-Servern ablegen und sie so nach und nach in die Knie zwingen.

Um solchen Missbrauch zu verhindern, haben Friend und Flowers eine Bremse eingebaut: Die ersten 50 Gigabyte an Daten werden zügig übertragen, danach sind nur noch 500 Megabyte pro Tag erlaubt. Das Duo rechnet mit baldigen Kauf-Offerten. Denn bisher sind noch alle größeren Startups in dem Bereich rasch aufgekauft worden – Arsenal Digital von IBM, Mozy vom Speichergiganten EMC und Evault vom Festplattenspeicherhersteller Seagate. Welche gigantischen Gewinnsprünge für die Gründer drin sind, zeigt das Beispiel Mozy: EMC zahlte 76 Millionen Dollar für das Unternehmen, das mit knapp zwei Millionen Dollar Risikokapital an den Start gegangen war.

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