Valley Talk: Neue Dienste konkurrieren mit Facebook & Co.

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Neue Dienste könnten für Mark Zuckerbergs Facebook.com gefährlich werden

Neue Dienste könnten sozialen Netzwerken wie Facebook und MySpace gefährlich werden.

Wissenschaftler der New Yorker Universität und der Wharton Business School analysierten vor zwei Jahren sogenannte Konsumenten-Netzwerke. Wichtigstes Ergebnis: Werden Waren oder Dienstleistungen von Freunden, Bekannten oder Nutzern empfohlen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sie selber kauft, drei- bis fünfmal höher. Das ist der sogenannte „network neighbour effect“. Der Gründer von Amazon.com, Jeff Bezos, ist überzeugt, dass sein Unternehmen sich vor allem wegen der Vielzahl der von Kunden veröffentlichten Testberichte gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Kürzlich erwarb Bezos deshalb dpreview.com, eine der besten Informationsquellen und Testberichtsanbieter für Digitalkameras.

Die Strategen hinter Facebook und MySpace müssen nun nachweisen, dass der Netzwerk-Nachbar-Effekt auch in ihren Netzwerken funktioniert und sich in klingende Münze umwandeln lässt.

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Bislang hatten es Facebook und MySpace einfach: Google verkauft auf MySpace Bannerwerbung, Microsoft hat sich dafür Facebook gesichert. Die Einnahmen sind garantiert, egal, wie die Geschäfte laufen. Zumindest Google scheint jedoch Probleme mit der Nachfrage nach Bannerwerbung zu haben, wie Gründer Sergey Brin jüngst vor Analysten gestand. Zumal sich in den USA eine gewisse Müdigkeit bei sozialen Netzwerken einstellt. Der große Hype ist vorbei. Glücklicherweise bietet das Auslandsgeschäft Ablenkung und neue Absatzmärkte für die bewährte Bannerwerbung. Facebook wird in Kürze in Deutschland starten. MySpace ist schon vor Ort.

Doch das verschiebt nur die letztlich entscheidende Frage: Vertragen sich Freundschaft und Kommerz?

Dienste wie Cartfly beispielsweise könnten sozialen Netzwerken richtig gefährlich werden. Die Anwendung, die von Ustrive aus Phoenix entwickelt wurde, erlaubt es, in sozialen Netzwerken einen Online-Store einzurichten und Freunden und Bekannten Waren feilzubieten. Eine Art moderne Tupperware-Party also, wobei man das Geld für die obligatorischen Schnittchen spart. Cartfly bekommt drei Prozent Provision pro Transaktion. Clever, doch die Einnahmen fließen am Betreiber des sozialen Netzwerks vollkommen vorbei.

Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man eine Ware nur empfiehlt oder sie dann auch noch selber verkauft. Bei Waren mit geringen Preisen wie Büchern oder Musik mag das funktionieren. Aber würden Sie einem Freund ein Auto oder einen Laptop verkaufen? Ich nicht. Die Gefahr wäre mir zu groß, dass der Laptop kurz nach dem Besitzerwechsel Probleme macht. Wie heißt es so schön: Bei Geld hört die Freundschaft auf.

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