Valley Talk: Sex, Drugs and Internet

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Nicht nur Apple-CEO Steve Jobs hadert mit seiner Biografie

von Matthias Hohensee

Die Biografie des 26-jährigen Facebook-Gründers kommt demnächst ins Kino - zum Ärger von Mark Zuckerberg. Doch auch andere Größen des Silicon Valley, von Steve Jobs bis Larry Ellison, hadern mit ihren Biografen.

Die dritte Biografie über einen Unternehmer ist der ultimative Beweis dafür, dass ein Mensch den Aufstieg zum Mogul geschafft hat. Auch dann noch, wenn die Bücher nicht alle ganz positiv ausfallen: Larry Ellison, den reichsten Mann des Silicon Valleys, fragen Sie besser nicht nach seiner Meinung über den Bestseller „Der Unterschied zwischen Gott und Larry Ellison – Gott glaubt nicht, dass er Larry Ellison ist“. Das Buch zeichnet den Gründer des Softwarekonzerns Oracle als skrupellosen, geltungsbedürftigen Aufsteiger. Ellison bevorzugt die von ihm mitverfasste Biografie „Softwar“, in der er sich als Visionär huldigen lässt.

Sein engster Freund, Apple-Gründer Steve Jobs, hasst regelrecht die vielen unautorisierten Bücher über ihn, die allzu oft seine Marotten schildern. Den ehemaligen Silicon-Valley-Bürochef des Nachrichtenmagazins „Times“ und heutigen Risikokapitalgeber Michael Moritz (Yahoo und Google) schneidet er schon seit drei Jahrzehnten, weil er sich über dessen gerade wieder neu aufgelegtes Apple-Buch heftig ärgerte.A ngeblich hat Jobs es Ellison nun nachgemacht und hat mit dem Ex-CNN-Chef Walter Isaacson einen eigenen Biografen engagiert.

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Facebook-Kontroversen nur am Rande behandelt

Auch Mark Zuckerberg hadert mit den Autoren. Trotz seiner jugendlichen 26 Jahre gibt es bereits zwei Bücher über den Gründer des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook. Für „Facebook-Effekt“, das voraussichtlich im Januar in deutscher Übersetzung erscheint, hat Zuckerberg mit dem Verfasser David Kirkpatrick kooperiert. Das Buch des ehemaligen Journalisten des Nachrichtenmagazins „Fortune“ steckt voller Details und ist lesenswert.

Kontroversen allerdings erwähnt Kirkpatrick nur am Rande, darunter die Frage, ob Zuckerberg seine Idee von zwei Harvard-Mitstudenten gestohlen hat. Die schlachtet dafür Ben Mezrich aus, Autor von „The accidental Billionaire “, was in etwa Milliardär durch Zufall bedeutet. Mezrich beschreibt den Facebook-Gründer als sexbesessenen Computerfreak. Die Hollywood-Verfilmung des Buches feiert Ende September auf dem New Yorker Filmfestival Premiere und sorgt jetzt schon für Unbehagen bei Facebook.

Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page können derweil aufatmen. Auch über ihren Aufstieg ist ein Film in Arbeit, auf Grundlage eines Buches des US-Journalisten Ken Auletta.

Laut den Filmemachern soll es im Gegensatz zu Facebook nicht um Sex und Drogen gehen, sondern um die ethischen Konflikte der beiden Unternehmer mit ihrer mächtigen Suchmaschine, wie weit man beispielsweise beim Ausforschen ihrer Nutzer gehen kann.

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