Valley Talk: Wie die funkende Gießkanne die Umwelt schützt

Valley Talk: Wie die funkende Gießkanne die Umwelt schützt

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Matthias Hohensee: Wird das Geld für neue Ideen und Produkte knapp?

von Matthias Hohensee

Wie ein Mix aus Computer- und Bewässerungstechnik die Umwelt schont.

Was haben die Silicon-Valley-Riesen Apple, Adobe, Cisco, Google und Facebook gemein? Sie alle nutzen modernste Informationstechnik des nordkalifornischen Spezialherstellers ET Water Systems – beim Bewässern ihrer Grünflächen.

Das mag befremdlich klingen, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund. Denn der Zugriff aufs kühle Nass ist in Kalifornien noch wichtiger als der auf preisgünstige Energie. Im trotz High Tech und Hollywood noch immer landwirtschaftlich geprägten Staat wird Wasser immer knapper. Nachbar-Bundesstaaten wie Nevada und Colorado sehen nicht mehr ein, einen Teil ihres Wassers ohne Weiteres gen Westen weiterzuleiten.

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So hat sich der Preis für importiertes Wasser in Kalifornien in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht. Der scheidende kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger erwartet, dass die Wasserpreise weiter zulegen.

Technik ist inzwischen ab 1000 Dollar zu haben

ET Water Systems, ein Spezialist für Gartensprinkleranlagen, will den Trend für sich ausnutzen und setzt – passend zum High Tech-Standort Kalifornien – auf modernste Informationstechnik. Gärtner geben über eine Web-Seite ein, welche Pflanzen sie bewässern, Bodentyp, Beschaffenheit des Geländes und ob die Anlagen im Schatten liegen. Gestützt auf ein Netz von Wetterstationen in den USA, die von der Firma Weatherbug koordiniert werden, passt ET Water dann die optimale Bewässerungmethode an.

Denn jeder einzelne Sprinkler lässt sich über integrierte Funkempfänger ansteuern, seine Sprengleistung über den Tag dosieren. „Das senkt den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent, ohne dass die Pflanzen leiden“, behauptet ET-Water-Manager Mark Coopersmith.

Einst kümmerte er sich bei Sony um Lizenzgeschäfte mit den Beatles und Santana und unterrichtete an der Berkeley-Universität angehende Unternehmer. Heute verantwortet er das internationale Geschäft von ET Water. High Tech-Wassersprinkler, glaubt er, stehen vor dem Boom. Nicht nur wegen der Rationierung von Wasser, sondern weil die Preise fallen. Inzwischen ist die Technik ab 1000 Dollar zu haben.

Grund dafür ist auch der Siegeszug von Computern und Handys mit WLAN-Funkmodulen. Deren Massenfertigung drückt nun den Preis für die Funkchips in den Sprinklern – und macht die Technik auch für die oft beschworenen intelligent vernetzten Häuser erschwinglich.

Außerdem werden teure Kontrollgeräte überflüssig. Denn über WLAN lassen sich die Anlagen sogar per Smart-phone steuern. Gerüchteweise hat Apple-Chef Steve Jobs schon eine Software auf seinem iPhone, mit der er die Grünlage vor seinem Büro wässern kann.

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