Virgin Galactic : Interesse an kommerzieller Weltraumreise

Virgin Galactic : Interesse an kommerzieller Weltraumreise

Bild vergrößern

Prototyp für kommerzielle Weltraumreisen von Virgin Galactic

Virgin Galactic bietet als erstes Unternehmen kommerzielle Weltraumreisen an. Das Interesse an den 150.000-Euro-Trips ins All ist groß.

Als Kind war ihr kein Karussell und keine Achterbahn schnell genug. Sie liebte das Gefühl der Schwerelosigkeit. Doch Sonja Rohdes Eltern wollten nicht, dass ihre Tochter Astronautin wird. Heute führt die 33-jährige Diplomkauffrau den familieneigenen Maklerbetrieb im westfälischen Hagen. Weil die Leidenschaft für die Raumfahrt sie aber nie losließ, buchte sie vor drei Jahren einen Urlaub der besonderen Art: eine Reise ins All an Bord des privaten SpaceShip-Two, der ersten Raumfähre für kommerzielle Weltraum-Trips. Reiseveranstalter ist der britische Milliardär Richard Branson mit seinem Unternehmen Virgin Galactic, das sich auf private Ausflüge ins All spezialisiert hat.

Für den Ausflug, der wohl gegen Ende des nächsten Jahres startet, zahlt Rohde rund 150 000 Euro. Zweieinhalb Stunden wird sie dann unterwegs sein – eine Viertelstunde davon im Weltraum. Wenn der Jungfernflug gelingt, könnte der Trip die Ära kommerzieller Weltraumreisen einläuten.

Anzeige

Trotz des hohen Preises ist der Andrang groß: 84 Weltraumtouristen haben bereits eine Reise gebucht, sie wollen als Erste von einem Flughafen im US-Bundesstaat New Mexico ins All fliegen – darunter angeblich auch Prominente wie der Physiker Stephen Hawking und der Schauspieler Brad Pitt. 85 000 Interessenten ließen sich nach Angaben von Virgin Galactic registrieren, 280 Kunden sollen sogar schon eine Anzahlung geleistet haben.

Wettbewerb um Weltraumreisen

Um die Reiselustigen nicht zu enttäuschen, arbeiten die Ingenieure von Virgin Galactic fieberhaft an der Raumfähre und der zugehörigen Trägerrakete „White Knight Two“. Die 18 Meter lange Rakete ist komplett aus Kohlefaser gefertigt, einem besonders leichten, aber sehr belastbaren Verbundmaterial. Die Spannweite beträgt rund 42 Meter. Damit ist der Flügel das längste Einzelteil, das in der Luftfahrt komplett aus Kohlefaser hergestellt wurde.

Das einem Katamaran ähnliche Trägerflugzeug soll sechs Passagiere sowie zwei Piloten innerhalb einer Stunde Flugzeit in etwa 15 Kilometer Höhe bringen. Dort löst sich das Raumschiff von der Trägerrakete. Die Rakete zündet und beschleunigt die Fähre in acht Sekunden auf Schallgeschwindigkeit, um wenig später mit 5000 Kilometer pro Stunde auf 110 Kilometer Höhe zu steigen. Die Stippvisite im Weltall ist garantiert wolkenfrei, die Sicht beträgt rund 1600 Kilometer. Danach gleiten die Passagiere zurück zur Erde.

Virgin Galactic ist bei privaten Weltraumreisen zwar Spitzenreiter. Doch eine Reihe anderer Unternehmen sind dem Briten Branson auf den Fersen: das europäische Raumfahrtunternehmen EADS Astrium zum Beispiel, das Unternehmen Blue Origin des Amazon-Gründers Jeff Bezos, die US-Firma Xcor, die einen Billig-Weltallflieger plant, und Space Exploration Technologies des PayPal-Gründers Elon Musk.

Sonja Rohde freut sich über den Wettlauf. Denn dann könnte schon bald ihr nächster Traum Wirklichkeit werden: ein Urlaub auf dem Mond.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%