Virus: Fakten und Zahlen zur Schweinegrippe

Virus: Fakten und Zahlen zur Schweinegrippe

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Mexikaner mit Mundschutz

Ein neuer Erreger schockiert die Menschen weltweit. Eine Pandemie träfe die Wirtschaft mitten in der Rezession. Doch Experten warnen davor, in Panik zu verfallen.

205 Millionen Dollar stellt die Weltbank Mexiko, dem Ursprungsland der Schweinegrippe, als Sofortkredit bereit, damit es die neuartige Krankheit besser bekämpfen kann. Wie viele Menschen sich dort schon infiziert haben, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Diagnose des Virus sei schwierig, sagen Experten, und unter mexikanischen Gesundheitsbedingungen nicht möglich. Als Vorsorge tragen die Mexikaner Schutzmasken.

5 Monate dauert es mindestens, bis ein Impfstoff gegen den neuen Erregertyp entwickelt ist. Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC hat damit begonnen, einen sogenannten Impf-Stamm zu züchten, den sie dann den weltweit gut 20 Herstellern von Grippe-Impfstoffen zur Verfügung stellt.

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20 Prozent der Deutschen kann der Staat aus seinem Bestand mit den Grippemitteln Tamiflu und Relenza versorgen, die offensichtlich auch gegen die Schweinegrippe helfen. Eine 37-jährige infizierte Frau aus Bayern ist dank Tamiflu jedenfalls wieder vollständig genesen.

3 Billionen Dollar Schaden würde die Schweinegrippe im schlimmsten Fall anrichten, das Bruttosozialprodukt weltweit um fünf Prozent sinken, so die Weltbank in ihrem düstersten Szenario, das von einer Pandemie mit 71 Millionen Toten ausgeht. Die Spanische Grippe forderte zwischen 1918 und 1920 rund 25 bis 50 Millionen Tote. Gesundheitsexperten warnen allerdings vor Panikmache wie einst bei der Lungenkrankheit Sars oder der Vogelgrippe. An Sars starben bisher 800 Menschen, an der Vogelgrippe 260. Zum Vergleich: Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 20.000 Menschen an herkömmlicher Grippe.

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