Von Nullen und Einsen: Altes Navi war gestern

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Smartphones konkurrieren immer mehr mit Navigationsgeräten

Kolumne von Ben Schwan

TomTom, Garmin und Co. verdienten in den letzten Jahren gutes Geld mit Routenplanern, die in einem eigenen Gehäuse oder direkt im Auto steckten. Doch dieses Zeitalter neigt sich dem Ende zu: Navigationssoftware für aktuelle Smartphones sind billiger, aktueller und für den Nutzer viel flexibler. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan stellt seine Lieblingsprogramme vor.

Es war ein echter Siegeszug moderner Technik: Im letzten Jahrzehnt wuchs kaum eine Branche im Autozuliefergewerbe schneller als die der Hersteller von Navigationssystemen. Was früher nur für teure Mittel- bis Oberklassefahrzeuge üblich war, landet inzwischen in jedem Kleinwagen. Kostengünstige All-in-One-Geräte, die man im Elektronikfachmarkt kaufen und dann einfach im Auto anklemmen konnte, waren anfangs die Marktgewinner. Firmen wie TomTom oder Garmin machten ein dickes Geschäft.

Doch mittlerweile wendet sich das Blatt. Smartphones haben inzwischen eine Hardware-Güte erreicht, die sie zum Alleskönner macht. Egal ob eine (fast) perfekte Web-Darstellung oder das Anzeigen von actionreichen 3D-Spielen: Herunterladbare Programme (Apps) machen aus den Geräten leistungsfähige Mini-Computer. Das haben mittlerweile auch die Hersteller von Navigationsgeräten verstanden und bringen nun regelmäßig Smartphone-Versionen ihrer Technik in Software-Form heraus.

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Einbau-Navis haben Nachteile

Als ich neulich einen längeren Trip nach Skandinavien unternahm, konnte ich die beiden aktuellen Marktführer auf dem iPhone, TomTom aus den Niederlanden und Navigon aus Deutschland, auf Herz und Nieren testen. Mein Fazit: Die Navigation per Handy hat gegenüber dedizierten Einbau- und Extern-Navis keinerlei Nachteile mehr. Im Gegenteil: Da die Routenplaner nun "reine Software" sind, lassen sie sich schneller auf den neuesten Stand bringen, schließlich verändern sich Kartendaten rasant und neue Funktionen wie Spurassistenten erblicken regelmäßig das Licht der Welt.

Natürlich, auch ein Einbau-Navi hat etwas: Man muss sich keine hässliche Halterung ins Cockpit holen, Knöpfe und Bedienoberfläche sind nahtlos in die Bordelektronik integriert und irgendwie sieht alles so schön geordnet aus. Doch der Ansatz hat einige entscheidende Nachteile. So lassen sich integrierte Geräte nicht immer (oder nur schwierig) aktualisieren, die Hardware, wenn in wenigen Jahren veraltet, nicht einfach austauschen und - was wohl am bedeutsamsten ist - die meisten Autohersteller langen für die Geräte nach wie vor erstaunlich heftig in den Aufpreislisten zu.

Der Update-Krieg ist vorbei

Vorteilhaft ist allerdings auch für Smartphone-Navis die Verwendung eines eigenen Car Kits. Mein persönlicher Favorit kommt vom TomTom. Das mit 90 Euro zwar nicht gerade billige Teil macht einen stabilen Eindruck, enthält eine gut verständliche Freisprecheinrichtung und, das ist das wichtigste, besitzt einen zusätzlichen aktiven GPS-Chip, der die Position manches Mal schneller findet als das Handy. Mittlerweile arbeitet das TomTom Car Kit auch mit dem iPhone 4 - ein simples Stück Schaumstoff macht's möglich. Übrigens greifen auch Navis von Drittherstellern auf den GPS-Chip zu.

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