Von Nullen und Einsen: Der Markt ohne Smartphone

kolumneVon Nullen und Einsen: Der Markt ohne Smartphone

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Screenshot der beliebten Smartphone-App Instagram

Kolumne von Ben Schwan

Es gibt ein altes Sprichwort unter Profifotografen: Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat. Tatsächlich schießen Smartphones auch dank neuartiger Bildbearbeitungs-Apps mittlerweile erstaunlich gute Fotos. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan lässt Handy und reguläre Digitalkamera gegeneinander antreten und zeigt interessante Geräte und Programme. Diese Woche: gute und günstige Digicams.

In meiner kleinen Serie (Teil 1: Handy oder Kamera?) zum Technik-Wettstreit Handy gegen Kamera wurde mir in der letzten Woche in den Kommentaren vorgeworfen, das Knipsen und Nachbereiten von Bildern mittels Smartphone sei etwas "für weltfremde Nerds und Tec-Kiddies". Ohne jetzt näher auf diese Kritik einzugehen (tatsächlich sind etwa Tools wie Instagram, die genau das anbieten, enorm beliebt) - es scheint hier scharfe Meinungsunterschiede zwischen Freunden traditioneller Digicams und Verfechtern des neumodischen, softwareunterstützten Smartphone-Schnellschusses zu geben.

Ich selbst habe da eher eine ausgewogene Meinung: Es kommt ganz und gar auf den Anwendungszweck an. So habe ich bei meinen Ausflügen nach Skandinavien, wo es neben traumhaften Landschaften auch oft ein ganz tolles Licht gibt, mit meinem Smartphone schon einige Fehlgriffe erlebt. Trotzdem war ich stets froh, den schnellen Schnappschuss wagen zu können - neulich beispielsweise, als sich ein Rindvieh so galant in der Sonne aalte, wie ich es in Deutschland noch nie gesehen hatte, meine "richtige" Kamera aber natürlich nicht im Auto lag.

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Schwer überschaubarer Markt

Es dürfte noch einige Jahre dauern, bis Smartphones technisch und in Sachen Optik wirklich an dedizierte Kameras herankommen, selbst wenn die dafür notwendigen Sensoren ständig verkleinert und mit höherer Auflösung ausgeliefert werden.

Wenn man sich das Smartphone also wegdenkt, was sollte man dann für eine Digicam kaufen? Tatsächlich ist der Markt schier unüberschaubar. Da hätten wir am einen Ende des Spektrums DSLRs, die digitalen Spiegelreflexkameras, die tolle Bilder liefern und mittlerweile sogar mit Filmkameras wettstreiten, was ich persönlich für eine höchst spannende Entwicklung halte.

Zu schwer und zu klobig

Trotzdem sind mir Geräte wie Canons sehr gelungenes Einstiegsmodell EOS 1100D (ab 380 Euro, ohne Objektiv wohlgemerkt) oder gar Nikons noch einigermaßen bezahlbare D300S (1270 Euro, nur Gehäuse) zu schwer und zu klobig. Für Semiprofis und ambitionierte Amateure ist so etwas interessant, zumal es eine gigantische Auswahl an Objektiven und anderen Zusatzprodukten gibt. Aber ich finde, dass eine Kamera, die mit einem Smartphone konkurrieren sollte, auch ins Handschuhfach passen muss.

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