Von Nullen und Einsen: Die neuen E-Book-Millionäre

kolumneVon Nullen und Einsen: Die neuen E-Book-Millionäre

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Das e-Book-Lesegerät Kindle DX eignet sich aufgrund seinem 9,7 Zoll großen Display besonders zum Lesen von Zeitungen und Magazinen

Kolumne von Ben Schwan

Wer als Möchtegern-Autor früher ein Buch von einem windigen Verleger drucken ließ, galt in der Branche als hoffnungsloser Fall. Doch der Trend zum E-Book sorgt nun dafür, dass Autoren, die ihren Stoff selbst veröffentlichen, eine reale Chance erhalten.

Mit dem E-Book sind die Kosten für Möchtegern-Autoren und -Verleger so niedrig und die Margen so hoch, dass sich die Sache bei Erfolg durchaus lohnen kann. In den USA erhielten ehemalige "Digital only"-Autoren nun lukrative Verträge von Großverlagen. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan über einen Trend, der mehr sein könnte als jener Wind, der derzeit um ihn gemacht wird.

Mit dem Kindle ging es los mit den E-Books

Elektronische Bücher sind, auch wenn sich da heute kaum jemand mehr daran erinnern mag, ein Urthema des Netzes - und zwar spätestens seit das World Wide Web ab Mitte der 90er Jahre einen Massenmarkt eroberte. Bereits 1998 gab es frühe E-Book-Reader, die mit kaum lesbaren Graustufen-Bildschirmen und kiloschwerer Hardware versuchten, den Traum von der (fast) unendlichen Bibliothek zu verwirklichen. Gedauert hat es schließlich bis ins Jahr 2007ff., als der E-Commerce-Riese und Großbuchhändler Amazon damit begann, seinen Kindle in den Markt zu drücken.

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Mittlerweile hat es sich beim Lesevolk langsam aber sicher herumgesprochen, dass man Bücher nicht nur gedruckt genießen kann, sondern spezielle E-Book-Lesegeräte genauso wie Tablet-Computer und Smartphones durchaus in der Lage sind, auch für längere Schmökersitzungen ohne großen Augenstress bereitzustehen. Das Geschäft entwickelt sich, trotz langjähriger Bedenken bei Buchhandel und Verlagen, mittlerweile rasant. Es wird bei manchem Anbieter  elektronisch mehr verkauft als gedruckt, die Distribution ist kostensparend, spannende Geschäftsmodelle entstehen.

Berühmt dank Facebook, reich dank E-Books

Da fragt man sich natürlich, wie das alles bei den Autoren, jenen Produzenten der Leseware, ankommt. Während es einerseits solche gibt, die sich dem Trend komplett verschließen oder zumindest sehr lange brauchen, bekommen andererseits erstmals Leute eine Chance, die früher höchstens in schmuddeligen (Eigen-)Verlagen untergekommen wären. Einmal mehr geben hier die USA den Trend vor.

Vorzeigekind der Bewegung ist eine junge Frau namens Amanda Hocking, die mit populären paranormalen Romantiktiteln für junge Erwachsene im Stile von "Twilight" und Konsorten heftigst reüssierte. Dabei war sie nur mit einem Blog, anderen sozialen Medien wie Facebook sowie kostengünstigen E-Book-Services bewaffnet, mit denen jeder halbwegs mit Computerkenntnissen gesegneter Mensch digitale Druckwerke fertigstellen und auf die großen Plattformen hochladen kann.

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