Von Nullen und Einsen: Nokias No-Go-Strategie

Von Nullen und Einsen: Nokias No-Go-Strategie

Das neue Nokia N8 Smartphone Quelle: Lehtikuva

Das neue Nokia N8 Smartphone

Bild: Lehtikuva

Auf der anschließenden Nokia World in London präsentierte sich das Unternehmen dann mitten in der Übergangsphase zwischen Kallasvuo und Elop. Es gab ein paar neue Geräte zu sehen und auch das lange erwartete N8 ist endlich fertig. Doch juckte das jemanden?

Die Kollegen vom "Handelsblatt" beschrieben jenes Heilsbringer-Handy mit den Worten "zu viel Technik, zu wenig Gefühl" - und genauso stellt sich Nokia auch dar. Das N8 bietet viel gute Hardware, unter anderem einen 1-GHz-Prozessor, eine gute Kamera und eine ordentliche (an Apple erinnernde) Gehäusequalität. Doch auf Seiten der Software, die heutzutage viel wichtiger ist als jeder Hardware-Feature-Schnickschnack, hakt es weiter - auch mit dem neuen Symbian hoch 3 gelingt der Befreiungsschlag nicht.

Nokia hat hier ein systematisches Problem. Das Unternehmen pflegt mittlerweile so viele unterschiedliche Plattformen, dass es zum Auseinanderdividieren schon studierte Fachkräfte braucht. Da gäbe es die verschiedenen Varianten von Symbian, die allesamt auf einen mittlerweile recht staubigen Kern zurückgehen. Und das Betriebssystem Maemo, das einst als Zukunftsbringer bei den Internet-Tablets galt. Zuletzt ist da nun auch noch MeeGo, was eine Zusammenführung aus Maemo und Intels Moblin darstellen soll - Linux-basiert und grundsätzlich sicher nicht schlecht. Wenn man aber einen Nokia-Ingenieur fragt, was denn konkret die Zukunft darstellt, wird der sich, ebenso wie der neue Boss Elop, kaum festlegen.

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Beide Ansätze, weder Symbian noch MeeGo, helfen den Finnen wirklich weiter. MeeGo ist zu jung, Symbian zu alt. Die Lösung des Problems könnte höchstens darin liegen, auf Microsofts Windows Phone 7 umzusteigen, wofür ein Stephen Elop mit seinen guten Kontakten zu Microsoft durchaus stehen könnte. Oder Nokia geht den anderen Weg und schlägt sich ins Google-Android-Lager. Doch beide Möglichkeiten verheißen nichts Gutes: Sie würden Nokia zum reinen Hardware-Lieferanten à la HTC degradieren, der im so wichtigen Software-Bereich, wo die Musik spielt, nur noch Addons liefert. Aber vielleicht ist es das ja, was die Finnen wollen. Der Traum vom besten Smartphone aller Zeiten wird so aber wohl kaum erreicht.

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