Von Nullen und Einsen: Schmökern auf dem Handy

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David Beckham betrachtet sein iPhone

Kolumne von Ben Schwan

Es muss nicht immer ein spezielles Lesegerät sein: E-Book- und Magazin-Programme für Smartphones und Tablets geben Zugriff auf große Bibliotheken, ohne dass man sich ein weiteres Gerät kaufen müsste. wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan stellt die interessantesten Apps für Leseratten vor.

Das Angebot an E-Book-Readern ist mittlerweile groß. Doch egal ob nun Amazon Kindle, Sony Reader, Bookeen Cybook oder beispielsweise iRiver Story - sie alle eint ein Nachteil: Die allein auf Bücher abgestimmten Lesegeräte sind eine weitere Hardware, die der an digitalen Print-Inhalten interessierte Nutzer mit sich herumschleppen muss. Macht dann also neben Laptop, Smartphone und vielleicht noch MP3-Spieler Elektronika Nummer vier.

Muss das sein? Eigentlich nicht. Mittlerweile sind nämlich auch für Smartphones vernünftige Leseprogramme zu haben. Die besitzen zwar den Nachteil, dass man auf einem verhältnismäßig kleinen Bildschirm arbeiten muss, der auch noch nicht über die lesefreundliche elektronische Tinte von Kindle & Co. verfügt. Doch in der Praxis macht das unterwegs erstaunlich wenig aus, wenn man nicht ganze 500 Seiten langen Schinken lesen möchte. Für den schnellen Schmöker in der Wartehalle am Flughaben reicht es allemal. Und das sind die interessantesten Apps für Leseratten:

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Kindle App

Amazon verfolgt eine lobenswerte Strategie: Der E-Commerce-Riese verkauft nicht nur ein eigenes Lesegerät, sondern bringt eine kompatible Anwendung für alle wichtigen Plattformen heraus. So gibt es die Kindle App für iPhone und iPad genauso wie für Android, Windows und Mac. Alle Plattformen greifen dabei auf die gleiche Datenbank zurück, so dass beispielsweise überall abgeglichen ist, an welcher Stelle man zuletzt gelesen hatte und welche Notizen hinterlassen wurden.

Nachteil bei der Kindle App, die mir persönlich auf einem iPhone 4 mit scharfem Retina-Display besonders gut gefällt, ist nur der Buchbestand: Da Verlage außerhalb der USA bislang größtenteils die Zusammenarbeit verweigern, besteht der Katalog fast nur aus englischem Material. Das ist dafür aber erstaunlich breit gefächert und wird zu Preisen ab 10 Dollar verkauft. Die deutschen Verlage sollten sich auch wegen der einfachen Benutzbarkeit bei Einkauf und Lektüre überlegen, ob sie sich in die Arme des Mega-Buchhändlers begeben sollten.

Pubbles

Pubbles ist die Lesesoftware der Bertelsmann-Vertriebstochter. Sie liegt derzeit nur für Apples iPad vor und fällt deshalb hier etwas aus dem Rahmen - ob sie auch für Smartphones angepasst wird, ist bislang noch unklar. Auf dem Tablet macht sie allerdings eine mittelprächtige Figur. Da Pubbles nicht nur für Bücher, sondern vor allem für Zeitschriften und Zeitungen gedacht ist, scheint nicht ganz klar zu sein, wofür der Hersteller hier optimiert.

Mir gefiel die Buchdarstellung und die Bedienung in diesem Modus beispielsweise nur mittelprächtig - ich klickte ständig auf irgendwelche Flächen, ohne dass sich etwas tat und auch die Typografie konnte etwa der Kindle App nicht das Wasser reichen. Im Presse-Modus wiederum existieren auch noch Schwächen. So bauen sich Zeitschriften in Kacheln auf statt in Vollbilddarstellung. Trotzdem ist es lobenswert, dass sich ein deutscher Medienkonzern mit einem eigenen Universalansatz umtut. Nun müssen nur noch mehr Inhalte dazukommen.

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