Die Entwicklung der Web-3.0-Technologien gilt deshalb als extrem zukunftsträchtig. Neben Deutschland investieren derzeit auch andere Länder Millionen in Forschungsprogramme rund ums semantische Internet. Rund 90 Millionen Euro will Frankreich in sein Quaero-Projekt stecken, das ursprünglich gemeinsam mit Deutschland betrieben wurde. Während sich die Deutschen nun jedoch auf die Entwicklung von Basiswerkzeugen fürs intelligente Web konzentrieren, forcieren die Franzosen den Aufbau einer semantischen Suchmaschine – von Ex-Präsident Jacques Chirac einst als „Europas Antwort auf Google“ gepriesen. Ein Web-3.0-Forschungsprogramm über 100 Millionen Dollar hat zudem die australische Regierung im Sommer aufgelegt. In den USA hat die dem US-Verteidigungsministerium angegliederte „Defence Advanced Research Projects Agency“ (Darpa) bereits knapp 50 Millionen Dollar in Forschungsvorhaben zur Entwicklung semantischer Technologien investiert. Millionenprojekte rund ums Web 3.0 laufen zudem im Auftrag der National Science Foundation, dem US-Pendant zur Deutschen Forschungsgemeinschaft, sowie bei nationalen Gesundheitsinstituten. Aber auch amerikanische Großkonzerne arbeiten an Zukunftstechnologien für das Internet, darunter IBM, Microsoft, Yahoo, Oracle sowie der Pharmagigant Eli Lily. Während die USA auf die Innovationskraft einzelner Unternehmen vertrauen, setzt Deutschland auf den Netzwerkeffekt des Theseus-Projektes. „Kein Spieler ist heute noch in der Lage, alleine neue Softwarestandards in den Markt zu drücken“, weiß Hartmut Raffler, Chef des Bereichs Information & Communications bei der Siemens Forschungssparte Corporate Technology. „Gerade in einem so frühen Stadium lassen sich neue Technologien wie das semantische Web nur im Schulterschluss verschiedener Forschungsinstitute und IT-Unternehmen voranbringen.“ Entsprechend breit haben die 30 deutschen Projektpartner ihre Arbeiten angelegt. Einen möglichen Wissenstransfer skizziert BMWi-Referatsleiter Goerdeler: „Die gleiche Bildanalysetechnologie, die bei Medico Details in den medizinischen Bilddatensätzen identifizieren hilft, ließe sich später auch in elektronischen Verkehrserkennungssystemen für das Auto nutzen.“ Im Rahmen des von SAP koordinierten Teilprojektes Texo wiederum wollen die Entwickler Verfahren definieren, damit Computer im Web automatisch andere Softwaremodule finden und darauf zugreifen können – egal, ob die Programme im eigenen Unternehmen oder auf Rechnern fremder Anbieter laufen. „Das Internet bietet heute schon eine Fülle von Angeboten. Das Problem ist, dass sie sich nicht beliebig untereinander kombinieren lassen“, umreißt SAP-Forschungschef Heuser das Problem. „In Zukunft wollen wir all diese Dienste mit semantischen Anmerkungen versehen, die beschreiben, was genau die Software tut, wie sie es tut und welche Daten sie dafür benötigt.“ Noch ist es eine Vision, doch in fünf Jahren will Heuser so weit sein, dass ein elektronischer Assistent mithilfe einer neuen Dienstleistungsstruktur im Internet beispielsweise den Umzug inklusive der Ummeldung und Änderung aller Adressdaten bei den zuständigen Behörden komplett organisiert.
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Nicht minder anspruchsvoll ist das Teilprojekt Prozessus bei dem die Entwickler unter Federführung von Empolis ein vernetztes Wissens- und Beratungsportal für die Maschinenbau-Branche entwickeln wollen. Was es leisten soll, umreißt Empolis-Geschäftsführer Wess am Beispiel eines Förderanlagenherstellers: „Wenn der Projektmanager in Zukunft per E-Mail die Nachricht bekommt, dass auf einem Flughafen in Asien die Fördertechnik ausgefallen ist, dann übernimmt der Rechner im Hintergrund schon automatisch eine Vielzahl von Aufgaben, angefangen bei der Recherche möglicher Störungsursachen, gesetzlicher Vorschriften, dem Lagerort benötigter Ersatzteile bis hin zur Suche nach verfügbaren Monteuren“, erklärt Wess. „Der Manager kann auf der Basis der vorsortierten Infos sofort die Arbeitsaufträge erteilen und das Problem lösen. Heute kostet allein die Recherche der benötigten Informationen noch enorm viel Zeit.“ Und viel Geld. „Gerade einmal 20 Prozent seiner Arbeitszeit wendet ein durchschnittlicher Wissensarbeiter für kreative Wertschöpfung auf“, zitiert Wess eine Ende 2006 veröffentlichte Studie des Beratungshauses IDC. Der Rest der Zeit entfalle auf die Arbeitsorganisation sowie die Recherche und Analyse von Informationen. „Alleine dreieinhalb Stunden werden mit der Suche nach Informationen verschwendet, weitere drei Stunden mit dem Neuerstellen schon vorhandener Informationen.“ Denn bisher liegt nur rund etwa ein Viertel des in einem Unternehmen vorhandenen Wissens als sogenannte strukturierte Daten vor, die sich per Rechner analysieren lassen – also Lagerbestände, Kundenadressen oder Absatzzahlen. „Die Masse der Informationen jedoch, E-Mails, Handbücher, Produktideen oder Vertriebskonzepte, ist unstrukturiert und – ohne semantische Metadaten – für die computergestützte Auswertung somit unerreichbar“, erklärt Siemens-Technologieexperte Raffler. Damit sich das bald ändert, wollen Raffler und die übrigen Theseus-Partner nicht nur Software zur automatischen Katalogisierung unstrukturierter Informationen entwickeln. Auch die Nutzer der Dokumente selbst sollen helfen, den Datenwust zu entwirren. Im Rahmen des Theseus-Projektes Alexandria wollen die Forscher dazu eine der erfolgreichsten Eigenschaften aktueller Web-2.0-Anwendungen mit den Technologien des semantischen Webs verknüpfen: das sogenannte Tagging. Schon heute nämlich versehen Abermillionen von Internet-Nutzern Informationen auf Web-Plattformen wie del.icio.us, flickr.com oder Oneview.de mit ungezählten Hinweisen, sogenannten Tags (deutsch: Etikett), zu Inhalt oder Nützlichkeit. „Ein Großteil der Inhalte im Web, die zudem einer rasanten Veränderungsgeschwindigkeit unterliegen, sind noch nicht mit Metadaten angereichert“, beklagt Lycos-Forscher Maaß. „Aber wenn es uns gelingt, diese Anmerkungen per Computer zu strukturieren oder die Nutzer zur Verwendung einheitlicher Tags zu bringen, dann wird das Volumen semantisch nutzbarer Daten schnell extrem anwachsen.“ Wie das funktionieren kann, will Maaß demnächst auch mit dem Erlangener Radiologen Cavallaro ausprobieren. Als eines der ersten Testfelder für die Alexandria-Software peilt der Lycos-Mann den digitalen medizinischen Assistenten des Theseus-Projektes Medico an. „Jeder Kommentar, den ein Arzt zu einem Röntgenbild verfasst oder zu Behandlungsvorschlägen abgibt, fließt dann automatisch in die semantische Beschreibung des Dokuments ein und sorgt bei der nächsten Informationsabfrage für entsprechend exaktere Ergebnisse.“ Bis zu Doktor McCoys Analysatorstab ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.












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Alle Kommentare lesen10.02.2009, 03:24 UhrAnonymer Benutzer: semantisches-web
Hat sich ja mittlerweile einiges getan in diesem bereich. http://semantisches-web.net/ bietet ein Sammelsorium an informationen zum internet der Zukunft...
19.11.2008, 16:27 UhrAnonymer Benutzer: SR
Computer dienen heute als Sammelstelle für Medieninhalte aller Art. Wo früher die Schallplattensammlung ganze Schrankwände füllte, passt heute das gesamte Musikarchiv auf eine Festplatte. Ebenso landen Filme und Fotos direkt im Computer. Ein gut ausgestatteter Rechner kann die Funktion einer ganzen Reihe von Geräten der Unterhaltungselektronik übernehmen.
Mit meinem Konzept des “SR DiGiTAL DESK“ soll das noch einfacher werden.
Der “SR DiGiTAL DESK” bietet alles, was Rechner sonst können, aber noch viel mehr: er kann eine gewöhnliche Tischplatte in eine aktive, dynamische Oberfläche verwandeln.
Der leistungsstarke “SR DiGiTAL DESK” bietet die Möglichkeit, all ihre digitalen Unterhaltungsmedien zu aktivieren: Fotos, Musik, Spielfilme, Heimvideos, Radio und eine breite Palette von Anwendungen - bequem auf dem Sofa mit der Fernbedienung zu bedienen.
Der “SR DiGiTAL DESK” ist zugleich ihr Couchtisch und „Steuerzentrum“. Er ist ein interessantes Raumelement für das Wohnzimmer. Der “SR DiGiTAL DESK” versammelt eine Vielzahl an Komponenten und gewährleistet dem benutzer eine angenehme bedienung. Er wird das Zentrum ihres Wohnzimmers sein.
Weitere informationen finden Sie auf
http://www.DiGiTAL-DESK.de
19.11.2008, 15:55 UhrAnonymer Benutzer: WEB 3.0 und mein Design
Computer dienen heute als Sammelstelle für Medieninhalte aller Art. Wo früher die Schallplattensammlung ganze Schrankwände füllte, passt heute das gesamte Musikarchiv auf eine Festplatte. Ebenso landen Filme und Fotos direkt im Computer. Ein gut ausgestatteter Rechner kann die Funktion einer ganzen Reihe von Geräten der Unterhaltungselektronik übernehmen.
Mit meinem Konzept des “SR DiGiTAL DESK“ soll das noch einfacher werden.
Der “SR DiGiTAL DESK” bietet alles, was Rechner sonst können, aber noch viel mehr: er kann eine gewöhnliche Tischplatte in eine aktive, dynamische Oberfläche verwandeln.
Der leistungsstarke “SR DiGiTAL DESK” bietet die Möglichkeit, all ihre digitalen Unterhaltungsmedien zu aktivieren: Fotos, Musik, Spielfilme, Heimvideos, Radio und eine breite Palette von Anwendungen - bequem auf dem Sofa mit der Fernbedienung zu bedienen.
Der “SR DiGiTAL DESK” ist zugleich ihr Couchtisch und „Steuerzentrum“. Er ist ein interessantes Raumelement für das Wohnzimmer. Der “SR DiGiTAL DESK” versammelt eine Vielzahl an Komponenten und gewährleistet dem benutzer eine angenehme bedienung. Er wird das Zentrum ihres Wohnzimmers sein.
Weitere informationen finden Sie auf
http://www.DiGiTAL-DESK.de