Weltgrößte Forschungsmaschine: CERN startet Riesenexperiment: Den Geheimnissen des Universums auf der Spur

Weltgrößte Forschungsmaschine: CERN startet Riesenexperiment: Den Geheimnissen des Universums auf der Spur

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CERN-Wissenschaftler arbeiten am LHC

Die Anspannung war den Wissenschaftlern zuvor aufs Gesicht geschrieben. Doch dann brach Jubel aus: Die größte Forschungsmaschine der Welt ist heute erfolgreich in Betrieb gegangen. Die Physiker am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN bei Genf schickten am Vormittag den ersten Strahl aus Atomkernen durch den kompletten 27 Kilometer langen Ringtunnel des Teilchenbeschleunigers LHC.

Künftig sollen fast lichtschnelle Atomkerne in der Anlage kontrolliert zusammenstoßen, um Aufschluss über die Geheimnisse des Urknalls, des geheimnisvollen dunklen Teils des Universums und der Materie zu geben. Die Vorbereitungen für den LHC laufen seit 25 Jahren. „Das ist ein historischer Moment“, sagte der designierte CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer. „Ich bin schlichtweg begeistert.“

Die rund drei Milliarden Euro teure Maschine der Superlative war Schritt für Schritt in Betrieb genommen worden, der Atomkernstrahl wurde jeweils um einen Achtelkreis weitergeleitet. Die Physiker im CERN-Kontrollraum feierten jeden erfolgreichen Schritt mit großem Applaus. Als der Strahl einen Vollkreis umrundet hatte, brach wie bei einem Raketenstart spontaner Jubel aus.

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Infografik: Wie Materie aufgebaut ist (Bitte klicken Sie auf das Lupen-Symbol, um die Grafik zu vergrößern)

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Mit ersten Ergebnissen der gigantischen Wissenschaftsmaschine ist frühestens im nächsten Jahr zu rechnen. Der Teilchenbeschleuniger verläuft 100 Meter unter der Erde im Grenzgebiet Frankreichs und der Schweiz. Auch viele Deutsche sind an den Forschungen dort beteiligt. Der „Large Hadron Collider“ (großer Hadronen-Speicherring) war seit 1983 geplant und gebaut worden.

Mit dem Rieseninstrument wollen die Physiker unter anderem untersuchen, was beim Urknall geschah, woraus die Dunkle Materie besteht, die im Universum rund vier Mal häufiger ist als die uns vertraute gewöhnliche Materie, und woher Teilchen ihre Masse beziehen. Forscher halten es für ausgeschlossen, dass die Anlage Schwarze Löcher erzeugen könnte, die die Erde verschlucken. Entsprechende Befürchtungen nannten sie „absurd“.

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