Weltraum: Knall im All: Russischer Schrott zerstört amerikanischen Satelliten

Weltraum: Knall im All: Russischer Schrott zerstört amerikanischen Satelliten

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Ein Kommunikationssatellit der US-amerikanischen Firma Iridium ist bereits am vergangenen Dienstag von einem ausgemusterten russischen Himmelskörper getroffen und zerstört worden

Im Weltraum sind nach Medienberichten ein kommerzieller amerikanischer Kommunikationssatellit und ein seit Jahren abgeschalteter russischer Himmelskörper bereits am Dienstag in einer Höhe von rund 790 Kilometern über dem Norden Sibiriens zusammengestoßen.

Das berichtet der US-Sender CBS unter Berufung auf die US-Weltraumbehörde NASA. Nach der Kollision habe sich ein weites Trümmerfeld gebildet. „Für die Internationale Raumstation ISS besteht keinerlei Gefahr“, sagte der Sprecher der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Alexander Worobjow, heute in Moskau. Unklar sei allerdings, inwieweit andere kommerzielle oder militärische Satelliten gefährdet seien, hieß es. Roskosmos kläre derzeit die genaue Herkunft des russischen Himmelskörpers, sagte Worobjow. Er schloss nicht aus, dass es sich um einen Militärsatelliten gehandelt habe, der unter Kontrolle der russischen Streitkräfte stand.

Nach Erkenntnissen des US-Militärs handelte es sich bei dem russischen Satelliten um das Modell Cosmos 2251, einen Relaissender zur Kommunikation, der 1993 ins All gebracht worden sei. Der Sputnik sei aber seit ungefähr zehn Jahren nicht mehr in Betrieb gewesen. Erste Radar-Untersuchungen des US-Militärs hätten ergeben, dass rund 600 Trümmerteile nach dem Zusammenstoß im All zurückgeblieben seien. Es werde aber noch etwa zwei Tage dauern, bevor man das genaue Ausmaß des Trümmerfeldes abschätzen könne, sagte NASA-Sprecher Michael Carey dem US-Sender CBS.

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"Äußerst ungewöhnliches Ereignis"

Der zerstörte US-Satellit gehörte dem im Bundesstaat Maryland ansässigen Telekommunikationsunternehmen Iridium Satellite, Anbieter des weltweit einzigen globalen Satellitentelefonnetzes. Der zerstörte Satellit werde jetzt durch einen bereits im All befindlichen Ersatz-Satelliten ersetzt, erklärte der Betreiber. Es könne jedoch zwischenzeitlich zu kurzen Kommunikationsstörungen kommen. Nach eigenen Angaben betreibt Iridium Satellite ein Netzwerk von 66 Kommunikationssatelliten sowie mehreren Ersatzsatelliten im All. Die Firma betonte, die Kollision sei nicht auf technisches Versagen bei dem Iridium-Satelliten zurückzuführen. Es handle sich um ein „äußerst ungewöhnliches“ Ereignis. Der Zusammenprall gilt als einer der ersten derartigen Vorfälle im All.

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