Wettbewerb: Die Sieger des Innovationspreises 2011

Wettbewerb: Die Sieger des Innovationspreises 2011

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Gute Ideen brachten der Firma Schott im letzten Jahr den Innovationspreis ein.

Menschenverstehende Computer, meisterhafte Ressourceneffizienz und eine schonende Krebstherapie: Mit welchen Ideen es die Sieger des Deutschen Innovationspreises der WirtschaftsWoche überzeugen.

Dieser Tage sind mal wieder alle Helden. Auf Hauptversammlungen und Konferenzen üben sich Konzernchefs im kollektiven Schulterklopfen: Von Innovationsführerschaft ist dann die Rede, von der Selbstverpflichtung zu Kreativität und offensivem Neuheitenmanagement. Wer den Reden folgt, könnte glauben, vom Pförtner bis zum CEO seien alle nur damit befasst, Produkte, Unternehmen, ja ganze Branchen zu revolutionieren.

Wäre es doch bloß so! Allzu oft nämlich scheitern gute Ideen in Unternehmen an internen Widerständen. Allzu oft behalten Bedenkenträger das letzte Wort. Allzu oft sterben noch so gute Ideen am Regiment der Controller. Und gelingt einer guten Idee doch der Sprung auf den Markt, ist das vielfach nur glücklicher Zufall.

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Ein gedeihliches Innovationsklima aber ist das nicht. Und ohne das ist auf Dauer keine Entwicklung, kein Wachstum, kein Fortkommen denkbar. Erst recht in einer Welt, in der schnell wachsende Innovationszentren in Ländern wie China und Südkorea den etablierten Wirtschaftsräumen zunehmend den Rang ablaufen.

Dogmen hinterfragen

Das ahnen wir. Viel zu wenig aber wissen wir, was Innovationen tatsächlich befeuert, wie die Menschen arbeiten, deren Ideen unseren Alltag verändern. Staunend stehen wir vor den Erfindergaragen, wenn wieder eine Idee herauskommt. Dann klatschen wir – und staunen weiter.

Um diese Innovatoren in die Öffentlichkeit zu holen, richtet die WirtschaftsWoche mit Accenture, EnBW und Evonik den Deutschen Innovationspreis aus. Von den Siegern und Finalisten lässt sich viel lernen. Vor allem, dass Innovationen kein Zufall sind. Sie wollen sorgfältig geplant sein.

Das Streben, Dinge neu zu denken, anders zu machen, muss Teil der Unternehmens-DNA werden. „Der Drang zur Innovation muss tief in den Unternehmen verwurzelt sein“, sagt Stephan Scholtissek, Global Managing Director von Accenture.

Was das genau bedeutet, hat der Innovationsberater und Bestseller-Autor Rowan Gibson an innovativen Unternehmen in aller Welt untersucht. Die, so glaubt Gibson, haben einige entscheidende Gemeinsamkeiten: Sie geben ihren Mitarbeitern Raum und Möglichkeiten, neue Ideen zu probieren und zu reflektieren.

Am wichtigsten aber ist Kommunikation. Denn Innovationen werden oft aus kreativen Zusammenstößen geboren, aus einer Melange unterschiedlicher Ideen und Menschen mit den gegensätzlichsten Hintergründen.

Dafür fördern innovationsstarke Unternehmen ausdrücklich den Austausch der Entscheidungsträger mit jenen, die am weitesten von der alten Garde entfernt sind: junge Mitarbeiter etwa, die der Zukunft gedanklich am nächsten sind. Oder Quereinsteiger, die weder gelernt noch akzeptiert haben, dass Dinge per se unveränderlich sind: „Branchen werden öfter von Außenseitern revolutioniert als von Veteranen“, sagt Gibson.

Das wichtigste Handwerkszeug der Innovatoren sei ein kritischer Blick auf die Welt, sagt Gibson. Sie seien getrieben davon, Dogmen zu hinterfragen. Das gilt auch für die Preisträger des diesjährigen Innovationspreises. Carl Zeiss Meditec etwa hat durch ständiges Hinterfragen eine besonders effektive und schonende Behandlung für Brustkrebspatientinnen entwickelt. Freudenberg wiederum hat ein Herstellungsverfahren für Metallringe entwickelt, bei dem keine Abfälle mehr entstehen, und Human Machine Intelligence überwindet die Sprachlosigkeit zwischen Mensch und Maschine.

Innovatoren erkennen zudem früher als andere, dass sich die Spielregeln im Markt ändern. Und ja, es ist so: Innovative Unternehmen fragen seltener, wie sie im nächsten Jahr den Umsatz steigern können. Sie fragen sich: Wie können wir die Welt verändern? Bei ihnen haben weniger die Controller das Sagen als die Kreativen aus der Erfindergarage.

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