Wissenschaft: Forscher entdecken neuen Verursacher für Tinnitus

Wissenschaft: Forscher entdecken neuen Verursacher für Tinnitus

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Tinnitus: Von lässtigem Klingel oder Sausen im Ohr sind rund fünf Millionen Menschen alleine in Deutschland betroffen.

Der Tinnitus - ein ewig lästiger Begleiter: Forscher der Universität Mainz verdächtigen erst vor wenigen Jahren entdeckte Proteine als weitere Verursacher.

Bei Erkrankungen wie Tinnitus und Hörsturz ist vermutlich die Versorgung des Innenohrs mit Sauerstoff gestört. In erster Linie erfolgt diese Versorgung über das Blut: Sauerstoff wird in der Lunge an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen gebunden und dann im Zielorgan freigesetzt.

Forscher der Universität Mainz haben jedoch den Verdacht, dass auch zwei Proteine zu den Ohrproblemen beitragen. Die beiden erst vor wenigen Jahren entdeckten Proteine Neuroglobin und Cytoglobin binden Sauerstoff. Im Gegensatz zu Hämoglobin kommen die beiden Eiweiße aber in deutlich abgegrenzten Neuronengruppen des zentralen Nervensystems vor. Dazu zählen auch die Nervenzellen im auditorischen Hirnstamm, die die Verbindungen vom Gehirn zu den Sinneszellen im Ohr herstellen.

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Diese Zellen sorgen nach Angaben der Universität für die Wahrnehmung und Verstärkung des Schalls. Möglicherweise sind sie auch an der Entstehung von Geräuschen wie Tinnitus oder an der altersbedingten Schwerhörigkeit beteiligt, an der Millionen Menschen leiden.

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