Der Portalbetreiber Yahoo bewirbt sich gleich für mehrere Ländern um die Online-Übertragungsrechte an der WM. In Deutschland macht ihm derzeit vor allem der Internet-Dienstleister T-Online Konkurrenz. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke schwärmt schon jetzt von der ersten echten „Multimedia-WM“ und will alle Spiele auf den Seiten der Internet-Tochter T-Online zeigen. „Es gibt bisher keinen Vertrag zwischen T-Online und Infront“, sagt allerdings Christian Salomon von der Schweizer Sportrechte Agentur, die die WM für den Fußballverband Fifa vermarktet. Die Verhandlungen sind kompliziert, denn neben den Interessen von Infront und den Portalbetreibern müssen auch die Rechte der Fernsehsender berücksichtigt werden. Rund 230 Mill. Euro haben ARD und ZDF für die Live-Übertragung von 48 der 64 WM-Spiele gezahlt. Im Internet können die Spiele also nur zeitversetzt freigeschaltet und möglicherweise auch nur in Ausschnitten gesendet werden. Umstritten ist, wie viel Zeit nach der Live-Übertragung im Fernsehen vergehen muss: „Wenn wir die Bilder erst einige Stunden nach dem Spiel freischalten dürfen, ist das zu spät“, sagt Christian Muche vom Portalbetreiber Yahoo. Schließlich laufen nach einem Spiel auf allen Fernsehsendern Wiederholungen und einzelne Ausschnitte der Partien. Yahoo betreibt zwar die offizielle WM-Seite, hatte sich die Rechte für Spiele-Übertragung aber bisher nicht gesichert. „Wir hoffen nun, dass die Verhandlungen mit Infront im dritten Quartal abgeschlossen werden können“, sagt Muche.
Yahoo und T-Online verhandeln mit der Schweizer Agentur Infront über die Online-Übertragungs-Rechte : WM lockt auch die Internet-Betreiber
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