Zukunftsprognosen 2030: Wie werden wir in Zukunft bezahlen?

Zukunftsprognosen 2030: Wie werden wir in Zukunft bezahlen?

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Timothy Murphy

von Rüdiger Kiani-Kreß

Wie werden wir in Zukunft bezahlen?

Über Jahrtausende hat Bargeld in Form von Münzen oder Scheinen unseren Alltag geprägt. Auch heute noch ist es weitverbreitet, obwohl es teuer und zudem unbequem ist. Geldscheine müssen gedruckt, zur Bank transportiert, vom Kunden aus dem Automaten geholt und schließlich vom Verkäufer wieder zur Bank gebracht werden. Die Bargeldversorgung kostet jeden Bürger rund 200 Euro im Jahr, hat eine europaweite Studie der Unternehmensberatung McKinsey ermittelt. Dennoch wurden nach Angaben der Bundesbank 2009 in Deutschland noch etwa 80 Prozent aller Zahlungen bar abgewickelt.

Doch der langsame Abschied hat begonnen und ist im täglichen Leben bereits spürbar. Schon in den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Innovationen gegeben, die bereits beim Kunden angekommen sind und von ihm auch akzeptiert wurden. Seien es beispielsweise das kontaktlose Zahlen, bei dem die Karte nur noch an ein Lesegerät gehalten wird, oder neue Einsatzmöglichkeiten für Kartenzahlungen im Internet. So wie es bereits die Informationssuche veränderte, hat und wird es auch das Bezahlen beeinflussen.

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Für die kommenden Jahre erwarten wir vor allem bei internetbasierten Bezahldiensten weiteres Wachstum. Sicherheitsaspekte spielen dabei auch künftig eine wichtige, wenn nicht die entscheidende Rolle. Hier gibt es einen immerwährenden Wettlauf zwischen Anbietern und Be‧trügern. Da Sicherheit ein dynamischer Prozess ist, wird es hier auch in Zukunft weitere Verbesserungen geben müssen.

Mehr Transparenz

Mit dem Siegeszug der Smartphones wird das Internet noch mobiler. Das wird sich auch auf das Bezahlen auswirken. Beim sogenannten „mobile Payment“ rechnen wir mit einem exponentiellen Wachstum.

Das wird vornehmlich in Schwellenländern wie Mexiko, Brasilien oder Indien stattfinden. In vielen dieser Märkte besitzen deutlich mehr Einwohner ein Handy als ein Bankkonto. Ein Mobiltelefon ermöglicht diesen Menschen überhaupt erst den Zugang zu Bank- und Zahlungsdienstleistungen. Das gilt nicht nur für den Einkauf. Vermehrt werden Telefone auch bei Transaktionen zwischen einzelnen Personen zum Einsatz kommen und das Bargeld ersetzen. Besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien zeigt sich die Türkei, die für viele Anbieter der erste Testmarkt für neue Produkte ist.

Für Bargeld spricht bisher die vom Verbraucher gefühlte Transparenz über die eigenen Ausgaben. Trotzdem wundert sich so mancher am Monatsende, wo das Geld geblieben ist. Künftig wird der Konsument bei jedem Bezahlsystem zu jedem Zeitpunkt wissen, wann, wo, wofür und wie viel er ausgegeben hat.

Entsprechende Informationssysteme werden in Karte, Handy oder andere Geräte integriert sein und kontinuierliche Transparenz gewährleisten. Sobald eine Transaktion erfolgt, erhält der Kunde augenblicklich eine Nachricht und damit zugleich einen Überblick über alle seine Zahlungen.

Persönliche Budgetkontrolle

Aber diese Systeme können noch viel mehr: Der Konsument kann seine Karte individuell konfigurieren. Er kann bestimmen, in welchen Ländern er sie einsetzen und wie hoch das maximale Volumen einer einzelnen Zahlung sein darf. Solche Lösungen können auch einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Budgetkontrolle leisten. Durch die Finanzkrise, die den Verbrauchern in vielen Ländern vorgeführt hat, dass sie über ihre Verhältnisse gelebt haben, wird das Interesse an solchen Lösungen steigen.

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