Zweite Plätze: Kurz vor dem Podest

Zweite Plätze: Kurz vor dem Podest

Zwölf Innovationen, die erst im Schlussspurt von den Siegern überholt, doch mit einer Silberurkunde belohnt wurden.

Sprit aus Stroh

Das Bioliq-Verfahren des FZK könnte Kraftstoffe aus Biomasse deutlich billiger machen. Bis zu 25 Prozent des deutschen Benzin- und Dieselbedarfs ließen sich durch die Umwandlung von Biomasse in Sprit decken, vermutet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe in Gülzow bei Schwerin. Biodiesel vom Acker ist auf Dauer nicht akzeptabel, Kraftstoff aus Stroh, Restholz oder Grünschnitt hingegen moralisch einwandfrei. Nur: Dieser Rohstoff enthält pro Volumeneinheit so wenig Energie, dass längere Transportwege bislang alle Umwandlungsverfahren unwirtschaftlich machten.

Mit Bioliq haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Karlsruhe (FZK) die Lösung gefunden. In einer relativ preiswerten kleinen Anlage wird Biomasse aus der Region unter Luftabschluss erhitzt. Die erste Anlage, gebaut von Lurgi, ist in Karlsruhe bereits in Betrieb. Darin entsteht Slurry, ein ölartiges Produkt, dessen Energieinhalt gut 15-mal größer ist als der von Stroh. Damit kommt er nahe an Rohöl heran.

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Der Slurry wird zu einer Raffinerie transportiert und dort in einem sogenannten Flugstromvergaser, den das Freiberger Unternehmen Future Energy entwickelt hat, in Synthesegas umgewandelt. Daraus entstehen per Fischer-Tropsch-Verfahren » Kraftstoffe. Die Produktionskosten sollen in einer großtechnischen Anlage bei etwa 70 Eurocent pro Liter liegen. Mineralische Kraftstoffe kosten derzeit etwa halb so viel. Dafür ist Biosprit der zweiten Generation qualitativ erheblich besser. Denn er enthält keine Aromaten, die die Bildung von Rußpartikel fördern.

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