Tom Tailor: Modekonzern erwartet keine rasche Besserung

Tom Tailor: Modekonzern erwartet keine rasche Besserung

, aktualisiert 17. März 2016, 08:54 Uhr
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Der Bekleidungshersteller rechnet für das laufende Jahr mit einem stagnierenden operativen Gewinn.

Quelle:Handelsblatt Online

Nur knapp ist die Modefirma Tom Tailor im abgelaufenen Jahr an einem Verlust vorbeigeschrammt. Konzernchef Dieter Holzer erwartet auch 2016 keine schnelle Besserung. Der operative Gewinn werde stagnieren.

DüsseldorfDie Modefirma Tom Tailor erwartet nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr keine rasche Besserung. Vorstandschef Dieter Holzer kündigte am Donnerstag an, 2016 rechne er lediglich mit einem stagnierenden operativen Gewinn (Ebitda) bei gleichzeitig moderat steigendem Umsatz. Die Neuausrichtung wie auch die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung würden erst Ende 2018 voll durchschlagen.

„Die Textilbranche durchläuft eine rasante Veränderung. Die Digitalisierung eröffnet neue Angebots- und Service-Welten, zugleich verändern sich Einkaufsverhalten der Kunden und Kaufentscheidungen werden kurzfristiger“, betonte Holzer.

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2015 war die Modefirma mit ihren Marken Tom Tailor und Bonita wegen ihres Konzernumbaus und Problemen im neuen Logistiklager knapp an einem Verlust vorbeigeschrammt. Das Ebitda sank um 20 Prozent auf 67,6 Millionen Euro, netto blieben 2015 gerade noch 100.000 Euro übrig nach 10,8 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz legte um 2,5 Prozent auf 955,9 Millionen Euro zu.

Holzer hat dem Modeunternehmen Kostensenkungen verordnet, die unter anderem bis zu 100 Stellenstreichungen in der Verwaltung vorsehen sowie die Schließung von 80 bis 100 weniger rentabler Filialen. Zudem will er das Expansionstempo drosseln und nur noch etwa 30 neue Geschäfte für seine Marken Tom Tailor und Bonita eröffnen; 2015 waren es netto noch 100.

Tom Tailor und andere Modeunternehmen wie Gerry Weber , Hugo Boss oder Esprit haben in den vergangenen Jahren den Verkauf ihrer Ware über eigene oder Franchise-Geschäfte vorangetrieben und bei den Neueröffnungen ein erhebliches Tempo vorgelegt. Neben dem zunehmenden Online-Handel ringen die hiesigen Modefirmen aber auch mit den wachsenden Marktanteilen von H&M und den Inditex-Ablegern Zara und Massimo Dutti. Die Konkurrenten sorgen mit rasch wechselnden Kollektionen für steten Zustrom in ihre Geschäfte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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