Trotz Niedrigzinsen: Volks- und Raiffeisenbanken steigern Gewinn

Trotz Niedrigzinsen: Volks- und Raiffeisenbanken steigern Gewinn

, aktualisiert 14. März 2017, 11:13 Uhr
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Die Genossenschaftsbanken erwirtschaften Überschüsse.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Volks- und Raiffeisenbanken haben erfreuliche Zahlen für 2016 vorgelegt: Der Gewinn steigt. Nach der guten Bilanz der Sparkassen überflügeln damit auch die Genossenschaftler die großen Privatbanken beim Ergebnis.

Frankfurt/DüsseldorfDie Genossenschaftsbanken in Deutschland haben im vergangenen Jahr von Zuwächsen im Kreditgeschäft und von Einsparungen profitiert. Der Jahresüberschuss von Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Sonderinstituten stieg 2016 auf 1,7 Milliarden Euro von 1,4 Milliarden, wie der Branchenverband BVR am Dienstag mitteilte.

Dank der robusten Konjunktur in Deutschland bauten die Genossenschaftsbanken ihr Kreditgeschäft um 4,5 Prozent auf 528 Milliarden Euro aus und nahmen der Konkurrenz Marktanteile ab. „Die Genossenschaftsbanken bleiben im Kundengeschäft auf Wachstumskurs“, sagte BVR-Präsident Uwe Fröhlich.

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Der Zinsüberschuss ging wegen der niedrigen Zinsen im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro zurück. Um gegenzusteuern, drückten die Genossenschaftsbanken auf die Kostenbremse. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 2,4 Prozent auf 151.550. Der Abbau habe nahezu ausschließlich über Altersfluktuation stattgefunden. Zudem wurden Filialen geschlossen und Banken fusioniert.

Die Zahl der Genossenschaftsbanken sank im vergangenen Jahr erstmals unter die Marke von 1000. Durch Fusionen schrumpfte die Zahl der Institute um 49 auf 972. „Ich gehe davon aus, dass die Fusionszahlen für das laufende Jahr ähnlich aussehen werden“, sagte Fröhlich laut Redetext.

Das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank hat bereits in der vergangenen Woche einen überraschend hohen Gewinn verkündet, ist damit Deutschlands profitabelste Bank. Auch die deutschen Sparkassen haben zuletzt gute Zahlen vorgelegt. Der Überschuss der rund 400 öffentlich-rechtlichen Institute lag 2016 bei 2,0 Milliarden Euro. Währenddessen melden viele Privatbanken Einbußen; die Deutsche Bank präsentierte zuletzt einen weiteren Milliardenverlust.

Quelle:  Handelsblatt Online
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