Trump über Hillary Clinton: „Wir enden im Dritten Weltkrieg“

Trump über Hillary Clinton: „Wir enden im Dritten Weltkrieg“

, aktualisiert 26. Oktober 2016, 01:35 Uhr
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Donald Trump über seine Prioritäten in der Außenpolitik: „Assad ist zweitrangig für mich, hinter dem IS.“

Quelle:Handelsblatt Online

Trump kritisiert Clintons Syrien-Politik und sieht den Weltfrieden gefährdet. Unterdessen spricht sich ein weiterer prominenter Republikaner gegen Trump aus: Colin Powell gab bekannt, dass er die Demokratin wählen wird.

DoralDer republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seiner Konkurrentin Hillary Clinton vorgeworfen, mit ihrer Syrien-Politik den Weltfrieden zu gefährden. „Wir enden im Dritten Weltkrieg über Syrien, wenn wir Hillary Clinton folgen“, sagte Trump in einem Interview. Clinton hatte sich für die Einrichtung von Flugverbotszonen und sicheren Bereichen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien starkgemacht. Einige Analysten hatten gewarnt, diese Gebiete abzusichern könnte zu einer direkten Konfrontation mit Russland führen.

„Du kämpfst (dann) nicht mehr gegen Syrien, du kämpfst gegen Syrien, Russland und den Iran, OK? Russland ist eine Atommacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen Ländern, die nur reden“, sagte Trump.

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Der umstrittene Kandidat sprach sich dafür aus, dem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat Vorrang vor allen anderen Zielen in der Außenpolitik einzuräumen. Auch die Entmachtung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad - seit langem ein vorrangiges Ziel der US-Außenpolitik - sei nicht die wichtigste Priorität. „Assad ist zweitrangig für mich, hinter dem IS. Wir sollten uns auf den IS konzentrieren, nicht auf Syrien.“

Unterdessen sprechen sich immer mehr prominente Republikaner gegen Trump aus. Colin Powell, früherer US-Außenminister unter dem Republikaner George W. Bush, wird bei der Präsidentenwahl am 8. November für die Demokratin Hillary Clinton stimmen. Dabei hatte Powell unlängst Clinton vorgeworfen, ihn in ihre E-Mail-Affäre hineinzuziehen. Die frühere Außenministerin erklärte, ihr Amtsvorgänger habe ihr zur Einrichtung eines privaten Servers für ihre Zeit im State Department geraten. Powell wies dies zurück.

Trump, der Kandidat seiner eigenen Partei sei nicht für das Präsidentenamt geeignet, sagte Powel „Er beleidigt Amerika fast jeden Tag.“ Der ehemalige Chefdiplomat ist einer von vielen Republikanern, die sich gegen Trump aussprechen. Auch George W. Bush und sein Vater, Ex-Präsident George Bush, unterstützen Trump nicht. Powells republikanische Amtsnachfolgerin Condoleezza Rice hatte sogar den Rückzug Trumps von der Kandidatur gefordert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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