Trump über mögliche Niederlage: „Dann habe ich einen schönen langen Urlaub“

Trump über mögliche Niederlage: „Dann habe ich einen schönen langen Urlaub“

, aktualisiert 12. August 2016, 12:28 Uhr
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Hat Trump sich innerlich inzwischen von der Möglichkeit eines Wahlsiegs verabschiedet?

Quelle:Handelsblatt Online

Ein langer Urlaub und eine „sehr gute Lebensweise“: Bei einer Wahlniederlage würde der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump weich fallen – behauptet er zumindest selbst. Das wird immer wahrscheinlicher.

Englewood Cliffs, DüsseldorfHört man dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bei Wahlkampfveranstaltungen zu, scheint es oft, als wäre niemand so sehr von einem Wahlsieg im November überzeugt wie er selbst. Doch angesichts der jüngsten Skandale, etwa um seine Aussagen über einen verstorbenen US-Kriegshelden muslimischen Glaubens oder seine vagen Andeutungen zum Thema Waffenbesitz, sinken die Trumps Chancen auf das Präsidentenamt. Auch das Selbstbewusstsein des Kandidaten scheint zu bröckeln.

In einem TV-Interview hat sich der Milliardär am Donnerstag jetzt nahezu gleichgültig über eine mögliche Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl geäußert. „Letztlich wird es entweder klappen, oder ich habe einen sehr, sehr schönen, langen Urlaub“, sagte der Kandidat der Republikaner gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC. Er mache nichts Anderes, als die Wahrheit zu erzählen. Falls es für ihn am Ende aus Gründen der politischen Korrektheit nicht reiche, sei das in Ordnung, erklärte Trump weiter. „Dann kehre ich zu einer sehr guten Lebensweise zurück.“

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Trumps Umfragewerte sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken, derzeit sehen Umfragen ihn fast zehn Prozent hinter Clinton. Kein Wunder: Zuletzt sorgte er beinahe täglich mit provokanten Äußerungen für Wirbel. Am Mittwoch bezeichnete er den US-Präsidenten Barack Obama und die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, als Gründer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Innerhalb seiner Partei formiert sich deshalb immer mehr Widerstand gegen ihn: Zuletzt gründeten enttäuschte Republikaner die Initiative „Republicans4Clinton“ und versuchten, mit dem Gegenkandidaten und Ex-CIA-Experten Evan McMullin Trumps Kandidatur zu torpedieren. Eine reelle Chance hat er zwar nicht, doch der Mormone könnte Trump bei der Wahl gefährlich werden, wenn er die Wahl im Mormonenstaat Utah gewinnt – in dem Fall hätte Trump vermutlich nicht mehr genug Staaten auf seiner Seite, um die Wahl zu gewinnen. Angesichts dessen scheint Trumps neugewachsene Demut womöglich ganz angebracht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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