Türkei: Notenbank hebt Inflationsprognosen an

Türkei: Notenbank hebt Inflationsprognosen an

, aktualisiert 28. April 2017, 13:14 Uhr
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Die schwächelnde türkische Landeswährung bedingt eine hohe Inflationsrate.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Anhebung des türkischen Zins für Notkredite verschaffte der Lira zwar etwas Auftrieb. Die Zentralbank geht nun aber trotzdem von einem langsameren Rückgang der Inflation aus. Aktuell liegt sie auf Rekordniveau.

IstanbulDie Inflationsraten in der Türkei gehen der Zentralbank zufolge langsamer zurück als bislang angenommen. Am Jahresende werde die Inflationsrate bei 8,5 Prozent und Ende 2018 bei 6,4 Prozent liegen, sagte die Notenbank am Freitag voraus. Bislang war sie von 8,0 und 6,0 Prozent ausgegangen. Im März hatte die Teuerungsrate mit mehr als elf Prozent den höchsten Wert seit achteinhalb Jahren erreicht, da die schwächelnde Landeswährung Lira die Einfuhr von Lebensmittel und Rohstoffen verteuert.

Am Mittwoch hob die türkische Notenbank den Zins für Notkredite, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld besorgen können, um einen halben Punkt auf 12,25 Prozent an. Das gab der Lira etwas Auftrieb. Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnet sich selbst als „Feind von Zinsen“. Mit der geldpolitischen Straffung jenseits des klassischen Leitzinses dürfte die Notenbank laut Beobachtern auch ein Zeichen gesetzt haben, dass sie unabhängig von den Wünschen des Staatschefs agiert.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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