TV-Duell zwischen Clinton und Trump: US-Kandidaten starten mit heftigem Wortgefecht

TV-Duell zwischen Clinton und Trump: US-Kandidaten starten mit heftigem Wortgefecht

, aktualisiert 27. September 2016, 04:14 Uhr
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Die US-Präsidentschaftskandidaten gehen gleich zu Beginn der ersten von insgesamt drei TV-Debatten vor den Wahlen im November aufeinander los.

Quelle:Handelsblatt Online

Steuererklärung, E-Mail-Affäre, Wirtschaftspolitik und etliche schwere Vorwürfe: Das erste TV-Duell zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump beginnt mit einem heftigen Schlagabtausch.

BangaloreBei der ersten Fernsehdebatte zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten haben sich die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Nur wenige Minuten nach Beginn der Debatte am Montag (Ortszeit) fielen sich die beiden Kandidaten immer wieder ins Wort, zudem erhoben sie schwere Vorwürfe gegeneinander. Clinton griff dabei Trump wegen seiner nichtveröffentlichten Steuererklärungen an, sie musste sich im Gegenzug wegen ihrer E-Mail-Affäre verantworten.

Trump habe "irgendetwas zu verbergen", sagte Clinton mit Blick auf die Weigerung ihres Konkurrenten, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Dieser wiederum warf Clinton vor, mit der Nutzung eines privaten E-Mail-Accounts in ihrer Zeit als Außenministerin verantwortungslos gehandelt zu haben. "Ich werde meine Steuererklärungen gegen den Rat meiner Anwälte veröffentlichen, wenn sie ihre 33.000 E-Mails veröffentlicht, die gelöscht wurden", sagte Trump.

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Auch bei der Frage nach der richtigen Wirtschaftspolitik gingen die Standpunkte deutlich auseinander: Clinton warb für eine Verringerung der Einkommensschere zwischen Arm und Reich. Dafür müssten unter anderem der Mittelstand gefördert werden und die Reichen im Land "ihren Beitrag" leisten. Dafür sollten die Steuern auf hohe Einkommen erhöht werden. Zudem wolle sie als Präsidentin dafür sorgen, dass Männer und Frauen in absehbarer Zeit gleiche Löhne bekommen, sagte Clinton.

Trump dagegen prangerte vor allem die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland an, die die derzeitige Regierung unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama verursacht habe. Die Jobs dürften den USA "nicht gestohlen" werden. Deshalb müssten unter anderem Handelsverträge neu verhandelt werden. Clinton habe in ihrer Zeit in der Regierung Obama mit dafür gesorgt, dass nun die Arbeitsplätze aus den USA verschwänden. Clinton warf Trump daraufhin vor, dass er in seiner "eigenen Realität" lebe.

Es ist die erste von drei TV-Debatten der beiden Präsidentschaftskandidaten. Unmittelbar vor dem Schlagabtausch lagen Clinton und Trump in Umfragen nahezu gleichauf. Entsprechend wichtig wurde die 90-minütige Fernsehdebatte eingeschätzt. Sie könnte vor allem bei noch unentschiedenen Wählern den Ausschlag geben.

Die anderen beiden Fernsehdebatten sind für den 9. und 19. Oktober vorgesehen. Die Präsidentenwahl findet dann 8. November statt. Obama konnte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal kandidieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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