Umfrage: 41 Prozent der der Franzosen wollen Le Pen wählen

Umfrage: 41 Prozent der der Franzosen wollen Le Pen wählen

, aktualisiert 27. April 2017, 12:46 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Das Rennen um die französische Präsidentschaft ist noch nicht entschieden. Emmanuel Macron hat sich nach Ansicht der Bürger Fehler erlaubt. In dem Umfragen trennen Marine Le Pen nur neun Punkte von der Mehrheit.

ParisKnapp eine Woche vor der zweiten und entscheidenden Runde der französischen Präsidentschaftswahl wird das Rennen knapper. Erstmals seit dem 17. März liegt Favorit Emmanuel Macron in einer Umfrage unter 60 Prozent. Für ihn würden 59 Prozent stimmen, für seine rechtsradikale Kontrahentin Marine Le Pen 41 Prozent.

Einer anderen Umfrage zufolge finden die Franzosen, dass seit der ersten Wahlrunde Le Pen den besseren Wahlkampf macht. Demnach sind 50 Prozent der Befragten der Ansicht, Le Pen sei gut in die zweite Wahlkampfrunde gestartet. Macron billigten dies nur 43 Prozent zu.

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Am Mittwoch hatten die streikenden Arbeiter einer Haushaltsgeräte-Firma in Macrons Heimatstadt Amiens den früheren Wirtschaftsminister ausgebuht, nachdem Le Pen unerwartet wenige Stunden zuvor bei den Arbeitern aufgetaucht war und sich mit ihnen fotografieren ließ. Sie habe anders als Macron immer deutlich Position bezogen, wenn französische Firmen ihre Produktion in Billigländer verlagern wollten, erklärte ihre Partei. Le Pen erklärte am Mittwoch, sie würde es als Präsidentin nicht zulassen, dass das Whirlpool-Werk in Amiens geschlossen werde. Zur Sicherung des Betriebes würde sie es auch vorübergehend verstaatlichen.

Macron war auch in die Kritik geraten, weil er am Sonntag nach der von ihm gewonnenen ersten Wahlrunde in einem Pariser Nobelrestaurant gefeiert hatte und damit nach Ansicht von Beobachtern den Eindruck verbreitete, er habe den Sieg in der Stichwahl schon in der Tasche. Für Le Pens Front National eine Steilvorlage. Die Partei nutzte es, um den früheren Investmentbanker als Angehörigen einer arroganten Elite zu porträtieren, die den Kontakt zum Volk verloren habe.

Quelle:  Handelsblatt Online
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