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Umfrage: NRW-Wähler lassen Röttgen fallen

von Dietmar Neuerer Quelle: Handelsblatt Online

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen könnte zum Debakel für Norbert Röttgen werden. Denn nach einer Umfrage sehen die Wähler für den CDU-Spitzenkandidaten keine Zukunft in Düsseldorf.

Der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU, Norbert Röttgen. Quelle: dpa
Der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU, Norbert Röttgen. Quelle: dpa

BerlinNorbert Röttgen wird wohl in die Parteiengeschichte als einer der unglücklichsten CDU-Wahlkämpfer eingehen. Von Anbeginn des nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampfs war ihm das Glück nicht hold. Eigenes Unvermögen, sein Widerstand, sich klar zu NRW und einer möglichen Rolle als Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag zu bekennen und eine Wahlkampagne, die nicht zündete, haben Röttgens Pläne, die SPD-Frontfrau Hannelore Kraft auszubooten, schwer erschüttert.

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Zuletzt zog der Bundesumweltminister und Vize der Bundes-CDU mit Äußerungen zur Bedeutung der NRW-Wahl für den Euro-Kurs der Bundesregierung Hohn und Spott auf sich. Kritiker halten ihm vor, er wolle sich angesichts schwächelnder Umfragewerte aus der Verantwortung stehlen. Da nutzte es auch nichts mehr, dass Röttgen selbst seine Äußerungen umgehend präzisierte und mit Blick auf die rot-grüne Landesregierung erklärte, die Abwahl einer Regierung in Deutschland, die sich selber zum Schuldenmachen bekenne, sei eine Stärkung des Kurses von Angela Merkel.

Die Bundes-SPD nahm den Fauxpas dankbar auf und aalt sich nunmehr regelrecht in ihrer Schadenfreude. „Die Ereignisse der letzten Tage zeigen: Angela Merkel hat Norbert Röttgen aufgegeben“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. „Die Kanzlerin will nicht Teil des Desasters von Düsseldorf sein“, betonte er mit Blick auf Aussagen Merkels, am Sonntag gehe es nur um NRW, „um nicht mehr und nicht weniger“. Es sei nicht mehr damit zu rechnen, dass Röttgen im Falle einer Niederlage Oppositionsführer in Düsseldorf werde, meinte Oppermann. „Röttgen wird als gescheiterter Kronprinz nach Berlin zurückkehren.“

Evonik

Der Chemiekonzern Evonik Industries AG sitzt in Essen und ist eines der weltweit größten Unternehmen der Spezialchemie. Das Unternehmen beschäftigte 2011 rund 34.000 Mitarbeiter und hatte einen Jahresumsatz von 14,5 Milliarden Euro.

Bild: dpa

Oppermanns Einschätzung deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info im Auftrag von Handelsblatt Online. Die Bürger in Nordrhein-Westfalen gehen demnach fest davon aus, dass Röttgen als Wahlverlierer nach Berlin zurückkehrt. Immerhin 61 Prozent sind der Meinung, dass eine Wahlschlappe „keine Konsequenzen für sein Amt als Bundesumweltminister“ habe. Nur 36 Prozent der Befragten sehen seine Zukunft dann als gefährdet an. Selbst die Mehrheit der CDU-Wähler (73 Prozent) glaubt weiter an eine politische Zukunft für Röttgen in der Hauptstadt. Auch die Wähler der anderen Parteien sind überzeugt, dass es für einen Wahlverlierer Röttgen in Berlin weitergehen wird – mit Ausnahme der Linkspartei-Anhänger. Die sind der Umfrage zufolge zu 57 Prozent der Ansicht, dass die politische Karriere des CDU-Politikers am Wahltag beendet sein wird.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.05.2012, 08:38 UhrPoschau

    Wenn der Tag graut.

    Wie verzweifelt müssen die Menschen sein, diese FDP zu wählen. Eine Partei die sich Freiheit nennt und die Freiheit und Demokratie mit Füßen tritt. Herr Lindner ist ein Machtgeiler, der alles lutschen würde um nicht arbeiten zu müssen. Das war alles gestellt, er haut aus Berlin ab, macht einen auf Landesvater um dann nach Berlin als Vorsitzender zu gehen. Habt Ihr vergessen, dass Herr Lindner schon mal die FDP verlassen hat um Geld zu verbrennen, um bei Versagen im Privatbereich sich von Herrn Westerwelle fördern zu lassen. Die deutschen Parteien sind gefährlich, selbstsüchtig, die Piraten sind der Bodensatz zur Tyrannei. „Deutschland bricht Europa das Herz“ Wie dumm seid Ihr Deutsche, dass Ihr dieses Spiel nicht durchschaut. Parteien verdienen bei jeder Wahl, die Spenden der Gönner werden von der Steuer abgesetzt, Ihr bezahlt. Ihr lasst Euch von schleimenden Gewäsch und Slogan die bei Interesse an dem Inhalt Lügen sind, veralbern. Wollt Ihr alle wieder zu Mördern gemacht werden, wie es uns nach den 2 Weltkrieg vorgehalten wurde und noch wird, weil die Deutschen zugeschaut haben. In Griechenland bringen Mütter ihre Kinder in Heime, weil keine Nahrung mehr da ist. In Somalia klaut man die Fische, die auch in Deutschland verkauft werden und die Menschen hungern. Wir Deutsche geben unseren „Brüdern“ Geld, dass diese unseren Export ankurbeln, um unseren verlogenen Sozialstaat und Euch abzufüttern, dass Ihr den Mund haltet. Das Brot was Ihr esst, ist mit Tränen und Blut der hungernden dieser Welt gebacken und der Freudentränen der Spekulanten.

    Frank Poschau
    www.frank-poschau.jimdo.com

  • 10.05.2012, 15:22 UhrJoker1

    Der "Knabe" spricht so wie Er aussieht.
    Wachsweich, ohne Rückrat, ohne Geist, auf sein persönliches
    Fortkommen bedacht; halt ein Überflieger.
    Die Bewerbung als Landeschef in NRW war ein Fehler. Die NRWler
    sind nicht so blöd um diesen Laumann zu durchschauen.

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