Unicredit: Auch der Chef übt Verzicht

Unicredit: Auch der Chef übt Verzicht

, aktualisiert 13. Dezember 2016, 19:01 Uhr
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„Wir haben mutige Schritte unternommen, weil Selbsthilfe immer das Beste ist, was man machen kann“, sagt der Chef der italienischen Bank Unicredit.

von Michael MaischQuelle:Handelsblatt Online

Der neue Vorstandschef Jean-Pierre Mustier hat der italienischen Großbank Unicredit ein hartes Sanierungsprogramm verordnet. Aber auch er selbst steckt zurück.

FrankfurtJean Pierre Mustier lässt bei der italienischen Großbank Unicredit keinen Stein auf dem anderen. Noch einmal 6500 Arbeitsplätze sollen wegfallen, davon rund 1500 bei der Münchener Hypo-Vereinsbank (HVB), wie der Franzose am Dienstag in London ankündigte. Mit einer 13 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung - der größten in der Wirtschaftsgeschichte des Landes - will der Manager, der das Geldhaus seit dem vergangenen Sommer führt, die Löcher in der Bilanz stopfen und den Abbau fauler Kredite finanzieren, unter denen das italienische Bankensystem ächzt.

„Wir haben mutige Schritte unternommen, weil Selbsthilfe immer das Beste ist, was man machen kann“, sagte der 55-Jährige. Zu dieser Selbsthilfe will der ehemalige Fallschirmjäger auch selbst beitragen. Bei der Vorstellung der neuen Strategie des Geldhauses kündigte Mustier an, dass er ab Januar 2017 auf 40 Prozent seines Fixgehaltes verzichten wird.

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Außerdem wird Mustier für die Jahre 2016 bis 2019 keinen Bonus erhalten und sollte er, aus welchem Grund auch immer, die Bank verlassen, würde er dies ohne Abfindung tun. Mit seinem Verzicht will der Banker dafür sorgen, dass sich seine finanziellen Interessen möglichst genau mit denen der Aktionäre decken.

Am Kapitalmarkt wurden Mustiers Pläne schon einmal sehr positiv aufgenommen. Die Aktie von Unicredit stieg am Dienstag in Mailand um rund 16 Prozent auf 2,81 Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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