Alternative Briefdienste Im Windschatten der Post
04.06.2009 3 Kommentare 1,4 (18) Legende- Druckversion
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Nach dem Rückschlag durh Mindestlöhne für Briefzusteller haben die Post-Konkurrenten ihre Schockstarre überwunden. Nun holen die alternativen Briefzustelldienste für einen erneuten Angriff gegen die Deutsche Post aus.
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Briefzusteller der Firma PIN und Andere sind zur ernsthaften Konkurrenz für die Deutsche Post geworden
dpa
Das Debakel begann mit dem Mindestlohn. Kurz nachdem der Bundestag im Dezember 2007 eine Verdienstuntergrenze für Briefzusteller in Höhe von 9,80 Euro pro Stunde im Westen beschlossen hatte, meldete der zum Springer Verlag gehörende Zustelldienst Pin Mail Insolvenz an. Damit war der gefährlichste Konkurrent erst einmal tot, und der gelbe Riese festigte seinen Marktanteil von 90 Prozent.
Inzwischen haben die Wettbewerber ihre Schockstarre überwunden. Sie haben die Zustellqualität erhöht. Der Mindestlohn sowie die Mehrwertsteuerbefreiung der Post stehen auf der Kippe. Solange sich das neue E-Mail-System De-Mail nicht durchgesetzt hat, positionieren sich die alternativen Zustelldienste und versuchen, der Post Geschäft abzunehmen. Die wichtigen Player treten unterschiedlich auf:
TNT – trotzig und aggressiv. Die ehemalige niederländische Staatspost ist der größte Konkurrent der Deutschen Post. Das TNT-Zustellernetz erreicht rund 90 Prozent der Haushalte, der Marktanteil am Briefaufkommen beträgt circa drei Prozent. Viele Empfänger erreicht TNT durch Kooperation mit regionalen Zustelldiensten. TNT zahlt mit Verweis auf laufende Rechtsverfahren weniger als den Mindestlohn, das heißt 7,60 Euro pro Stunde. Trotzdem macht TNT hierzulande „noch immer keinen Gewinn“, sagt Deutschland-Chef Mario Frusch. Zurzeit spricht TNT mit der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, in der noch bis Ende Mai die WirtschaftsWoche erscheint, über eine Partnerschaft.
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P2 – leise und unauffällig. Der Zusammenschluss 21 regionaler Zustellfirmen hat es zu einer beachtlichen Größe geschafft. Die Partner wie Maximail in Griesheim, Regio Post Pfalz aus Ludwigshafen, Biber Post in Magdeburg oder Regio Mail aus Heilbronn decken heute rund 60 Prozent der Fläche Deutschlands ab. Ziel ist die „Komplettabdeckung“, sagt Geschäftsführer Armin Knab. Innerhalb von 100 Kilometern vom Ort des Briefeinwurfes garantiert der Verbund die Zustellung am nächsten Tag, sonst nach zwei Tagen. P2 zählt zu den Kandidaten, die bald ein bundesweites Netz betreiben könnten.
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3 Kommentare zu “Im Windschatten der Post”





