Softwarekonzern SAP plant Verkauf von Outsourcing-Tochter und will Produktentwicklung effizienter machen

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will sein Tochterunternehmen SAP Hosting mit Sitz in St. Leon-Rot nahe Walldorf verkaufen. Als potenzieller Käufer ist British Telecom im Gespräch. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen.

Das Logo der Firmenzentrale des Software-Konzerns SAP in Walldorf. Bild vergrößern Firmenzentrale des Software-Konzerns SAP in Walldorf

SAP wollte dies nicht kommentieren. SAP Hosting ist bisher für das so genannte Outsourcing-Angebot der SAP-Software verantwortlich. Dabei wird die Software nicht auf dem Rechner beim Kunden installiert, sondern bei SAP Hosting betrieben, worauf Nutzer dann per Internet zugreifen können. SAP Hosting sollte in Zukunft auch die neue, aber bisher aufgrund technischer Probleme noch nicht fertig gestellte Mittelstandssoftware Business By Design zur Miete anbieten.

Um Schwierigkeiten wie bei Business By Design in Zukunft zu vermeiden, haben die SAP-Vorstandschefs Henning Kagermann und Léo Apotheker nach WirtschaftsWoche-Informationen die Taskforce „Readiness for Development“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Die Produktentwicklung zu beschleunigen und ergebnisorientierter zu machen. Die bisherigen Befunde der Taskforce sind ernüchternd: Von 36 Produkten, die SAP in den vergangenen zehn Jahren angestoßen hat, haben nur acht mehr als 50 Kunden. Ein teures Desaster: SAP investiert jährlich rund 14 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, allein 2007 waren es fast 1,5 Milliarden Euro.

Neben technischen Problemen verhindern auch Vorbehalte potenzieller Kunden den Start der Mittelstandssoftware Business By Design. Viele Mittelständler wollen ihre Daten nicht SAP oder einem Drittdienstleister überantworten, wie es beim Mietbetrieb übers Internet üblich ist. Um die Bedenken zu beseitigen, plant SAP offenbar über ein neues Betriebsmodell. Der Computer mit der SAP-Software, eine so genannte Appliance, steht dabei beim Kunden, Support und Wartung kommen per Fernzugriff von SAP. „Darüber wird gegenwärtig nachgedacht“, sagt ein Mitglied des SAP-Aufsichtsrats. „Wir prüfen alle Optionen“, so der offizielle SAP-Kommentar.

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4 Kommentare zu “SAP plant Verkauf von Outsourcing-Tochter und will Produktentwicklung effizienter machen”

von FieseKriese am 28.10.2008 12:09 Uhr

von Freudig am 27.10.2008 11:14 Uhr

von Traurig am 27.10.2008 10:33 Uhr

von Thomas Holzer am 25.10.2008 14:57 Uhr

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