Mobilfunk Vodafone will im Herbst mit Lesegerät für E-Books punkten

Der Mobilfunkriese Vodafone plant den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld.

Von Herbst an will er Lesegeräte für elektronische Zeitungen und Bücher anbieten – vorerst nur in Deutschland. Gemeinsam mit einem Hardware-Partner lässt Deutschland-Chef Friedrich Joussen ein eigenes Gerät entwickeln. Das bestätigten Konzernkreise, die mit dem Projekt vertraut sind. Prototypen würden schon bei Vodafone getestet. Das DIN-A4-große Schwarz-Weiß-Display kann nicht nur Buchinhalte zeigen, sondern insbesondere auch Seiten von Zeitungen und Zeitschriften. Verschickt werden die digitalisierten Inhalte über das Vodafone-Netz. Ähnlich arbeitet das Lesegerät Kindle, das der Internet-Buchhändler Amazon seit 2007 in den USA anbietet. Verhandlungen mit Mobilfunkern über eine Einführung des Kindle in Deutschland sind erst kürzlich gescheitert (WirtschaftsWoche 27/2009).

Offen ist, wer das Vodafone-Gerät vertreibt. Dem Vernehmen nach könnte sich der Mobilfunker darauf beschränken, die Lesegeräte produzieren zu lassen und die Daten via Funknetz zu übertragen. Den Vertrieb übernähmen dann die Verlage, die das Gerät ihren Lesern im Rahmen von Zeitungs- oder Magazinabonnements überlassen.

Vodafone ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, das im Herbst ein mobilfunkbasiertes Lesegerät auf den deutschen Markt bringen will. Auch die kleine Berliner Firma Wizpac arbeitet bereits an der Einführung eines solchen E-Book-Readers. Sein Name: Txtr. Einen Vertrag mit einem großen Mobilfunker haben die Berliner schon unterschrieben.


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