Ein soziales Pflichtjahr würde erhebliche Kosten verursachen und der deutschen Wirtschaft schaden, warnt Wolfgang Franz, Mitglied des Sachverständigenrats und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. „Durch das Pflichtjahr entgeht der Gesellschaft auf diese Weise erhebliches Sozialprodukt“, sagt Franz zum Vorschlag der Ministerpräsidenten Peer Steinbrück und Wolfgang Böhmer, Wehr- und Zivildienst durch ein soziales Pflichtjahr zu ersetzen.
Hinzu komme, dass durch einen verordneten Sozialdienst die Absolventen von Universitäten und anderen Ausbildungen im internationalen Vergleich ein Jahr später ins Berufsleben einträten – ein Nachteil, der dem Bestreben um eine Verkürzung der Schulzeiten und des Studiums zuwiderliefe. Zwar schüfen die Jugendlichen durch die sozialen Dienste reales Sozialprodukt, so Franz. Aber gesamtgesellschaftlich sei die Bilanz für die Volkswirtschaft negativ. tel






















