Die Sparkassen bitten Existenzgründer verstärkt zur Kasse. Vor allem große Institute in Nordrhein-Westfalen, so Berater von Existenzgründern, verlangen jetzt eine Gebühr, wenn sie einen Businessplan zwecks Kreditvergabe prüfen. Bisher brauchten Existenzgründer bei vielen Sparkassen für solche Analysen nichts zu bezahlen.
Die neue Gebühr wird meist sogar fällig, wenn der Businessplan verworfen, kein Kredit gewährt oder der Existenzgründer als Kunde abgelehnt wird. Die Stadtsparkasse Köln etwa, eine der größten Sparkassen Deutschlands, fordert für die Prüfung eines „Standardfalls“ 150 Euro, bei komplizierten Projekten rechnet sie nach Aufwand ab. Bei der Stadtsparkasse Düsseldorf müssen Existenzgründer bei Vorlage des Businessplans sogar 250 Euro zahlen. Die Sparkassen begründen die Einführung der Existenzgründerabgabe mit dem erhöhten Personalaufwand für die Sichtung von Businessplänen. Die Zahl von Existenzgründern, die in den vergangenen Monaten ihr Geschäftsmodell zur Prüfung eingereicht hätten, sei deutlich gestiegen, sagt ein Sprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf.
Der Ansturm dürfte noch zunehmen. Seit September müssen Erwerbslose dem Arbeitsamt ein ausführliches Geschäftsmodell präsentieren, wenn sie sich selbstständig machen und eine Ich-AG gründen wollen. Bisher reichte eine Skizze. Voraussichtlich von Dezember an müssen Arbeitslose, die mit finanzieller Hilfe des Arbeitsamtes ein Unternehmen aufbauen wollen, ihren Businessplan sogar von einer unabhängigen Stelle bewerten lassen. tel






















