100 Jahre Nivea: Unilever und Rihanna gratulieren

100 Jahre Nivea: Unilever und Rihanna gratulieren

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Nivea-Dosen im Produktionswerk der Beiersdorf AG in Hamburg

Die Traditionsmarke Nivea feiert mit Kunden aus aller Welt ihren Geburtstag - nur der Nivea-Chef fehlte.

Da hatte sich der Hamburger Kosmetikhersteller Beiersdorf zum 100. Geburtstag seiner wichtigsten Marke wirklich nicht lumpen lassen. Fast tausend Nivea-Verbraucher aus 50 Ländern hatte das Traditionsunternehmen an seinen Stammsitz nach Hamburg eingeladen, auf ein eigens für die Feierlichkeiten gecharterten Kreuzfahrtdampfer. Und dann fehlte ausgerechnet der Chef. Thomas-B.Quaas, der Vorstandsvorsitzende der Beiersdorf AG, läge mit einer schweren Grippe daheim im Bett, hieß es an Bord. Und so musste Quaas die Ankündigung des Höhepunktes der anderthalbtägigen Mini-Kreuzfahrt seinem Vorstandskollegen Markus Pinger überlassen: Ein Privatkonzert des US-Sängerin Rihanna.

Im pinkfarbenen Kleid und mit feuerroten Locken gab die 23-jährige Sängerin ein halbstündiges Konzert auf dem Kreuzfahrtdampfer „Mein Schiff 2“. Der Überraschungsauftritt wurde mit der Weltpremiere des neuen Rihanna-Songs „California King Bed“ gekrönt, der ab sofort als Nivea-Werbesong weltweit eingesetzt wird.

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Unter den Rihanna-Fans war auch Joachim Löw, selbst Nivea-Werbepromi und Trainer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Er outete sich als „großer Bewunderer“ des Superstars. Mit Rihanna will Beiersdorf eine neue Generation von Nivea-Kunden gewinnen. Zudem soll die Fangemeinde der Sängerin in Netzwerken wie Youtube, Twitter und Facebook angesprochen werden. 

Zu den Gratulanten zählte auch Wettbewerber Unilever. Da der Nivea-Dampfer unmittelbar vor der Deutschland-Zentrale des britisch-niederländischen Konsumgüterriesen ablegte, hatte es sich Unilever nicht nehmen lassen, mit einem Mega-Poster dem Konkurrenten zu gratulieren. Freilich wurden auf dem Poster keine Nivea-Produkte gezeigt, sondern Unilever-Marken wie Dove oder Rexona.   

Die Marke Nivea schwächelt

Der glamourösen Geburtstagsparty zum Trotz: Seit vergangenem Jahr schwächelt die Marke Nivea. Zwar wuchs Beiersdorf 2010 mit seinen knapp 20000 Mitarbeitern insgesamt um drei Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Doch ausgerechnet der Bereich Consumer, der zu 75 Prozent mit Nivea-Produkten bestückt ist, hinkte mit 1,8 Prozent hinterher.

Nagellack, Rouge, Mascara und Lippenstift  waren offenbar zuviel des Guten: Der inflationäre Gebrauch der Traditionsmarke ließ die Nivea-Umsätze schwächeln. Vorstandschef Quaas streicht nun seit Jahresbeginn das Sortiment zusammen. Ganze Produktlinien wie Make-up werden aufgegeben, das gesamte Sortiment wird ausgedünnt.

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