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2007 kein Gewinn: A400M zieht EADS in rote Zahlen

von rtr

Zusätzliche Milliardenausgaben für den Militärtransporter A400M haben den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS tief in die roten Zahlen gezogen.

Eine Computersimulation zeigt einen Militär-Transporter des Typs Airbus A400M bei der Landung,  dpa
Eine Computersimulation zeigt einen Militär-Transporter des Typs Airbus A400M bei der Landung, Foto: dpa

Nach neun Monaten schrieb die EADS 343 Millionen Euro Verlust, vor allem aufgrund von Kosten von 1,37 Milliarden Euro für den A400M, wie das Unternehmen heute bekanntgab. Ein Jahr zuvor hatte EADS noch rund 1,4 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. EADS erwartet daher 2007 nur noch ein operatives Ergebnis (Ebit) an der Gewinnschwelle. Voraussetzungen dafür sind die Auslieferung von 440 bis 450 Airbus-Flugzeugen und ein sehr geringen Umsatzrückgang. Die neue Prognose basiert auf einem Eurokurs von 1,40 Dollar. Zuvor hatte EADS 1,35 Dollar zugrunde gelegt. Wenn sich an diesen Rahmenbedingungen noch etwas ändere, stehe auch die neue Prognose unter Vorbehalt, betonte EADS. Am Donnerstag kostete der Euro 1,46 Dollar. Bisher war EADS von einem prozentual niedrigen einstelligen Umsatzminus und einem weitgehend stabilen Ebit ausgegangen. Wegen unerwarteter Kostensteigerungen für das Großraumflugzeug Airbus A380 hatte der Konzern bereits 2006 nur 399 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen (Ebit) verdient. Unter dem Strich belief sich der Verlust in den ersten neun Monaten auf 705 Millionen Euro, vor Jahresfrist stand noch ein Nettogewinn von 867 Millionen Euro zu Buche. Weil der schwache Dollar den Umsatz mit 660 Millionen Euro belastete, lag er trotz erhöhter Airbus-Auslieferungen mit 27,8 Milliarden Euro nur auf dem Vorjahresniveau. "Wir müssen weiter auf der Hut sein", sagte EADS-Chef Louis Gallois und kündigte weitere Kosteneinsparungen an. "Um die Wettbewerbsfähigkeit von EADS zu erhalten, führt an zusätzlichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kein Weg vorbei", sagte er.

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