3D-Kino: Filmproduzent Friedl: Im 3D-Kino liegt die Zukunft

3D-Kino: Filmproduzent Friedl: Im 3D-Kino liegt die Zukunft

Thomas Peter Friedl, Filmproduzent und Geschäftsführer der neu gegründeten Ufa Cinema sieht in der Digitalisierung der Leinwände und dem Einsatz von 3D-Technik Wachstumschancen für den Kinomarkt.

"Im Moment gibt es in Deutschland doch gerade mal etwa 200 digitalisierte Kinosäle bei insgesamt über 4800, davon lediglich 57 Kinos, die in 3D projizieren können“, sagt Friedl im Interview mit der Online-Ausgabe der WirtschaftsWoche.

3D locke das Publikum, so Friedl, der gemeinsam mit Bernd Eichinger das Kino Cinedom in Köln betreibt: „Wir bieten 3D in zwei Sälen an, die haben extremen Zulauf vom Publikum.“ Laut Friedl stehen in diesem Jahr mehr als zehn 3D-Filme zum Start an und in den nächsten drei Jahren seien gut 60 Titel angekündigt, die in 3D hergestellt sind. Von der Wirtschaftskrise ist in deutschen Kinos laut Friedl noch nichts zu spüren: „Man kann jede Woche im Kino sehen, dass man mit guten Kinofilmen Geld verdienen kann.“ In schlechten Zeiten, glaubt Friedl, „gehen die Leute mehr ins Kino, sie suchen diese Form des Eskapismus“.

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Bis zu zehn Ufa-Filme im Jahr

Auch habe der deutsche Film in den vergangenen fünf Jahren sein Image beim Zuschauer deutlich verbessert und eine Marktmacht entwickelt: „2008 lag der Marktanteil für deutsche Filme bei mehr als 25 Prozent. Mittlerweile ist der deutsche Film eine Exportgut geworden.“ Ufa Cinema plant acht bis zehn Filme im Jahr herzustellen. Friedl: „ Davon etwa drei Viertel deutsch- und ein Viertel englischsprachige Filme. Unser Budget-Rahmen liegt zwischen 4,5 und knapp 30 Millionen Euro, die zum Beispiel die Verfilmung des Bestsellers „Medicus“ kosten wird. Das sind Budgetgrößen, die in Deutschland und Europa refinanzierbar sind.“ Friedl ist sicher, das Ufa Cinema die Finanzierung der Filme trotz Krise zusammen bekommt: „Was aber primär daran liegt, dass Banken in Deutschland bei der Finanzierung von Kinofilmen eine eher marginale Rolle spielen, anders als etwa in den USA – deutsche Filme werden durch Vorverkäufe an die Fernsehsender, Kino- und Home-Entertainment-Rechte, Filmförderung und Eigenkapital finanziert.“ Im Zusammenhang mit dem Streit um die Bundesförderung von Filmen, betont Friedl die wichtige Rolle der Filmförderungsanstalt FFA. Ohne gesicherte Verhältnisse bei der FFA, so Friedl, „wäre das Produktionsjahr 2009 für viele Projekte gelaufen“. Friedl: „Einen deutschen Film können sie ohne Förderung nicht herstellen.“

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