4000 Beschäftigte im Ausstand: Streik kostet Lufthansa laut Verdi "richtig viel Geld"

4000 Beschäftigte im Ausstand: Streik kostet Lufthansa laut Verdi "richtig viel Geld"

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Mitarbeiter der Lufthansa-Catering-Firma "LSG - Sky Chefs" während des heutigen Streiks

Der Streik bei der Lufthansa kostet das Unternehmen nach Darstellung der Gewerkschaft Verdi „richtig viel Geld“, auch wenn Auswirkungen für die Reisenden bislang relativ gering geblieben seien.

Ziel des Ausstands sei nicht, die Passagiere zu behindern, sondern wirtschaftlichen Druck aufzubauen. „Catering bei der Konkurrenz einzukaufen oder das Fluggerät in anderen Werften warten zu lassen, ist richtig teuer“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Erhard Ott heute. Zudem seien die Buchungen schon seit der Urabstimmung enorm zurückgegangen, betonte Ott. Zwar sei die Zahl der ausgefallenen Flüge noch relativ gering: „Der Notfallplan der Lufthansa kostet das Unternehmen aber richtig viel Geld.“

Den Angaben zufolge folgten mehr als 4000 Beschäftigte aus allen Geschäftsfeldern der Lufthansa bis zum Mittag dem Streikaufruf. Ab dem Nachmittag kämen die Beschäftigten der Spät- und Nachtschichten dazu. Betroffen seien nahezu alle deutschen Standorte des Unternehmens.

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Höheres Angebot gefordert

Ott erklärte: „Die Lufthansa kann mit einem deutlich verbesserten Angebot die drohenden Beeinträchtigungen gerade für Urlauber noch abwenden.“ Seine Gewerkschaft sei bereit, wieder zu verhandeln, wenn seitens der Lufthansa klare Signale in diese Richtung kämen. Die Beschäftigten kämpften dafür, am exzellenten Ergebnis der Lufthansa teilzuhaben.

„Da reicht ein Angebot, dass bei der Laufzeit gerade mal die Inflation ausgleicht, nicht aus“, sagte Ott weiter. Ver.di fordert für die rund 52.000 Beschäftigten eine Einkommenserhöhung von 9,8 Prozent für zwölf Monate. Die Lufthansa bietet laut ver.di eine Erhöhung nach einem „Nullmonat“ um 4,6 Prozent ab 1. Juli 2008 und eine weitere um 2,1 Prozent ab 1. Juli nächsten Jahres bei einer Gesamtlaufzeit von 21 Monaten. Dies entspräche einer Erhöhung von 3,8 Prozent auf zwölf Monate gerechnet, erklärte die Gewerkschaft.

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