4000 Jobs in Gefahr: Telekom schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

4000 Jobs in Gefahr: Telekom schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

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T-Systems-Zentrale in Frankfurt

Die Telekom will nach einem Bericht weltweit bei T-Systems 4000 Stellen streichen. Dabei könnte es erstmals auch betriebsbedingte Kündigungen geben. Die angeschlagenen Geschäftskundensparte soll so wieder erfolgreich arbeiten.

Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger hält erstmals in der Firmengeschichte betriebsbedingte Kündigungen für möglich. „Sollten die sozialverträglichen Maßnahmen allerdings nicht ausreichen, kann ich in letzter Konsequenz betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen“, sagte er in einer Mitteilung.

Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete die Äußerung als „unglaubliche Provokation“. „Der Konzernvorstand hat offenbar die letzten Hemmungen verloren. Er will wohl die Öffentlichkeit an Kündigungen gewöhnen, um sich vor sozialverträglichen Lösungen zu drücken“, sagte Verdi- Bundesvorstand Lothar Schröder laut Mitteilung. Es sei völlig überflüssig, dass sich der Konzernvorstand in die Angelegenheiten des eigenständigen Tochterunternehmens einmische. „Umbau muss vor Abbau gehen“, sagte Schröder.

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T-Systems-Chef Reinhard Clemens hatte bereits im März angekündigt, jedes Jahr 3000 bis 4000 Stellen in der Sparte streichen zu wollen. Weltweit arbeiten mehr als 56.000 Beschäftigte für T-Systems. Die Sparte betreibt Rechenzentren, bietet Informations- und Kommunikationstechnik an oder entwickelt Anwendungen. Die Höhe der geplanten Abfindungen richteten sich nach Alter und Betriebszugehörigkeit. Das Angebot gelte für Mitarbeiter mit und ohne Führungsaufgaben.

Verlustbringer der Telekom

„Angesichts des Umfangs der notwendigen Veränderungen ist das Abfindungsprogramm für die Beschäftigten eine überlegenswerte, faire und sehr schnell zu ergreifende Alternative“, ergänzte T-Systems-Personalchef Matthias Schuster. Bis zum Februar 2009 könnten die Mitarbeiter von dem Angebot Gebrauch machen.

Der Stellenabbau sei Teil des laufenden Sparprogramms, mit dem T-Systems seine Kosten bis zum Jahr 2010 um rund 800 Millionen Euro senken will. Wie viele Stellen genau wegfallen werden, hänge von der Geschäftsentwicklung in diesem Jahr sowie möglichen Zu- und Verkäufen bis zum Jahr 2010 ab, berichtete die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Telekom. T-Systems leidet nach Einschätzung von Branchenkennern unter einem harten Wettbewerb, in dem sich das Unternehmen mit seiner Kostenstruktur im Hintertreffen sieht.

Um wettbewerbsfähige Preise bieten zu können, ging T-Systems unter anderem eine Kooperation mit dem amerikanisch-indischen Konzern Cognizant Technology ein. Im Jahr 2007 erwirtschaftete T-Systems mit rund 56 500 Mitarbeitern einen Umsatz von 12 Milliarden Euro.

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