Adidas-Chef Hainer: Adidas will beim Online-Handel aggressiver vorgehen

Adidas-Chef Hainer: Adidas will beim Online-Handel aggressiver vorgehen

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Adidas Fußbälle

von Jürgen Salz

Bis 2015 will Adidas-Chef Herbert Hainer die US-Tochter Reebok zum „weltweit wichtigsten Fitness- und Trainings-Imperium“ ausbauen.

Im Interview mit der WirtschaftsWoche kündigt er ein „Rundum-Angebot“ an, das es „in der Form kein zweites Mal“ geben werde. Eigene Studios sind dabei ebenso angedacht wie der Verkauf von Sportlernahrung und Fitnessgetränken sowie die Gründung eines Reebok-Clubs. Hainer: „Wir haben bereits 2009 ein großes Trainings-Programm mit eigenen Trainern und Instruktoren aufgelegt, die Sportler in den Fitnessstudios anleiten. Außerdem werden wir Schuhe und Bekleidung künftig auch verstärkt in den Studios verkaufen.“ Momentan setzt das Unternehmen laut Hainer „vor allem auf Partnerschaften mit bestehenden Ketten wie zum Beispiel Holmes Place oder Body and Soul“.

Deutlich „aggressiver vorgehen als früher“ will die Adidas-Gruppe in Zukunft beim Online-Verkauf. Hainer: „Der Online-Handel wird drittes Standbein im Vertrieb neben Warenhäusern und eigenen Läden. Wir haben vor wenigen Wochen ein E-Commerce-Projekt aufgesetzt, bauen eine Mannschaft auf und haben ehrgeizige Pläne.“

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Ein-Dollar-Schuh

Fortschritte meldet Hainer beim „Ein-Dollar-Schuh“. Das auf Initiative von Friedensnobelpreisträger Mohammed Yunus verfolgte Projekt mit dem Ziel, in Bangladesch Schuhe zu produzieren, die sich auch arme Menschen leisten können, geht in die Praxisphase. „Fest steht, dass das Schuhprojekt in das CSR-Programm von Reebok integriert wird. Es gibt schon erste Prototypen. Noch in diesem Jahr startet ein erstes Pilotprojekt mit 5000 Paar Schuhen in Bangladesch. Wie die Fabrik im Einzelnen aussieht, daran wird gerade gearbeitet.“ Hainer betont: „Wichtig ist, dass das Ganze der Hilfe zur Selbsthilfe dient, das ist ein soziales Projekt und keine Wohltätigkeitsveranstaltung.“ Ob der Schuh exakt einen Dollar oder vielleicht auch drei oder fünf Dollar kosten wird, mochte Hainer „noch nicht“ sagen.

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