Adidas-Chef Hainer: "Wir wachsen schneller als die Wettbewerber"

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Adidas-Chef Hainer: "Wir wachsen schneller als die Wettbewerber"

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Adidas-Chef Herbert Hainer

von Peter Steinkirchner

Der Adidas-Chef Herbert Hainer über die Fußball-WM der Frauen, das angepeilte Wachstum des Sportkonzerns und den Plan, mit eigenen Modegeschäften H&M und Zara Konkurrenz zu machen.

WirtschaftsWoche: Herr Hainer, Adidas gehört zu den Top-Sponsoren des Weltfußballverbandes Fifa. Kann Ihr Unternehmen nach der skandalträchtigen Präsidentenwahl noch ernsthaft mit der Fifa weiterarbeiten?

Hainer: Wir haben eine langfristige und erfolgreiche Partnerschaft mit der Fifa, die auch in der Zukunft weitergehen wird.

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Die Fifa wirkt doch seit Jahren wie eine Skandaltruppe, in der milliardenschwere Entscheidungen wie die Wahl des Austragungslands der Weltmeisterschaft offenbar durch Bestechung beeinflusst werden. Es stört Sie nicht, dass ein so enger Partner womöglich auch das Adidas-Image beschädigt?

Natürlich ist es weder gut für den Fußball noch die Fifa und ihre Partner, wenn immer wieder Skandalgeschichten in den Zeitungen stehen. Aber ich vertraue darauf, dass es der Fifa gelingt, alle Vorwürfe aufzuarbeiten und ihr Image wieder zu stärken. Wir haben in unserer Beziehung zur Fifa keine Probleme. Die Fußball-WM alle vier Jahre ist heute nur noch ein Teil unseres gemeinsamen Engagements. Wir führen eine äußerst professionelle Zusammenarbeit auf allen Ebenen des Sports, von der „großen WM“ bis zu den vielen Jugendweltmeisterschaften und Entwicklungsprogrammen.

Die WM 2022 hat die Fifa ausgerechnet an den schwerreichen, aber fußballarmen Wüstenstaat Katar vergeben, es drohen Spiele bei 50 Grad Hitze. Das kann Sie doch nicht kalt lassen?

Es ist müßig, heute darüber zu streiten, ob die WM in Katar ein Erfolg wird. Die Fifa hat stets zwei Möglichkeiten, einen Veranstalter auszuwählen: Sie kann die WM dorthin geben, wo der Fußball die meisten Fans hat. Dann fänden die Spiele immer in traditionellen Fußballländern wie Deutschland, England oder Italien statt. Wenn sie aber den Sport weltweit entwickeln will, muss die Fifa die WM eben auch nach Südafrika geben, nach Japan und Südkorea – oder eben nach Katar.

Auch mithilfe des Fußballs will Adidas 2015 stolze 17 Milliarden Euro umsetzen, das wären fünf Milliarden mehr als 2010. Wie nah können Sie 2011 diesem Ziel überhaupt kommen, einem Jahr ohne werbeträchtige globale Sportereignisse wie Fußball-WM oder Olympische Spiele?

Moment. 2011 finden viele große Sportevents statt: vom Football-Superbowl in Dallas über die French Open im Tennis, die Rugby-Weltmeisterschaft in Neuseeland bis zum Fußball-Champions-League-Finale vergangene Woche in London und der Fußball-WM der Frauen ab Ende Juni hier in Deutschland. Nicht nur Jahre mit WM und Olympia sind große Sportjahre. Wir treten gerade den Beweis dafür an, dass diese abgenutzte Regel nicht mehr gilt. Wir wachsen auf allen Märkten und mit allen unseren Marken, wir haben in den ersten drei Monaten dieses „Nichtsportjahres“ den Umsatz um 18 Prozent gesteigert und unser Umsatzziel für das Gesamtjahr noch einmal erhöht: Wir werden 2011 mit großer Sicherheit um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen.

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